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Noch ist es Wiese, doch schon bald könnte auf diesem Grundstück das umstrittene „Gebäude 4“ stehen. 

Diskussion im Gemeinderat Schwabhausen

Emotionale Debatte über das VR-Gelände

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Passen Igel unter dem Zaun durch? Wo stehen die Mülltonnen, wenn sie der Hausmeister aus der Tiefgarage hochgeschoben hat? Diese Fragen wurden bei den Einwänden zum neuen Gebäude der VR-Bank geklärt.

Schwabhausen – Im Schwabhauser Gemeinderat wurden all die Anregungen und Einwände behandelt, die im Zuge der erneuten Auslegung des Bebauungsplanentwurfs „Am VR-Gelände“ an der Münchner Straße eingegangen sind.

Die grundsätzlichen Entscheidungen waren bereits in einer vorigen Sitzung gefallen, vor allem natürlich über die umstrittene Situierung des so genannten Gebäude 4, schräg gegenüber dem Rathaus. Doch der Bund Naturschutz oder auch der frühere Gemeinderat Heinrich Loderer sprachen sich jetzt im Zuge von Einwendungen noch einmal explizit gegen das ihrer Meinung nach zu nah an der Straße stehende und zu groß geplante Gebäude aus.

Die CSU-Fraktion nutzte die Gelegenheit: Man sei auf der Seite des BN und spreche sich gegen das Gebäude aus, sagte Fraktionssprecher Georg Hillreiner. Damit ernteten die CSU-Räte um Hillreiner und Florian Scherf allerdings schnell Proteste von gegenüber: Es gebe keine neuen Erkenntnisse, das sei alles schon einmal diskutiert und darüber abgestimmt worden, betonten Hans Bopfinger (Freie Wähler) und andere Fraktionskollegen, ebenso Bürgermeister Josef Baumgartner. Es entbrannte eine durchaus emotionale Debatte über die Einhaltung der Geschäftsordnung (Bopfinger) und die Rechte von Gemeinderäten und Bürgern (Scherf), bis Bürgermeister Baumgartner fand, dieser „Spiegelfechterei“ ein Ende setzen zu müssen.

Die umfangreichste Stellungnahme und dazu eine höchst kritische hatte im Übrigen der frühere CSU-Gemeinderat und Fraktionssprecher Heinrich Loderer abgegeben, die einzige private Einwendung. Wichtigster Kritikpunkt war eben „Lage und Wandhöhe“ von Gebäude 4, die Gemeinde solle das Maß der Bebauung aber auch insgesamt „im Sinne einer guten Ortsmittenplanung reduzieren“.

Das Vorhaben der Volksbank Raiffeisenbank bleibt in den Grundzügen aber unberührt. Die Planer des Antragstellers traten in der Sitzung entschieden dem Eindruck entgegen, sie hätten sämtliche Bedenken einfach zur Seite gewischt. Ganz im Gegenteil: In mehreren Durchläufen habe man nachgebessert, immer eng abgestimmt mit der Gemeindeverwaltung. Schließlich billigte auch diesmal eine deutliche Mehrheit von 14:7 Räten den Entwurf des Bebauungsplans.

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