Personalwechsel im Kommunalparlament

Drei Gemeinderats-Ausscheider bei der CSU Schwabhausen: Franz Frahammer, Thomas Böswirth und Dieter Blimmel

  • Torge Wester
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Drei Jahrzehnte war er dabei: Mit Franz Frahammer verliert der Gemeinderat in Schwabhausen ein politisches Urgestein. Der 70-Jährige hatte diesmal nicht mehr für das Gremium kandidiert. Neben Frahammer scheiden aus der CSU aber auch Dieter Blimmel sowie Thomas Böswirth aus, sodass die CSU-Fraktion einen ordentlichen Umbruch erlebt.

Denn nur Florian Scherf und Georg Hillreiner rücken wieder ein, neu dazu kommen Josef Reischl und Markus Arnold. Statt fünf haben die Christsozialen nurmehr vier Sitze im Gemeinderat.

Franz Frahammer

Franz Frahammer aus Puchschlagen war von 1990 bis 2020 Gemeinderat. „In den 30 Jahren durfte ich im Finanzausschuss, im Bauausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss bei der Entwicklung unserer Gemeinde mitwirken“, blickt der 70-Jährige zurück. In dieser Zeit habe er mit drei Bürgermeistern und vielen Gemeinderatskollegen zusammengearbeitet. Frahammer: „Es war eine interessante, manchmal auch Nerven aufreibende, aber insgesamt auch schöne Zeit, während der ich viele Erfahrungen sammeln konnte.“

Dieter Blimmel

Sparsames Haushalten und geordnete Finanzen hatten bei ihm oberste Priorität. „Besonders am Herzen lag mir natürlich mein Heimatort Puchschlagen. Es freut mich, dass ich bei vielen Entscheidungen, die unsere Gemeinde nach vorne gebracht haben, dabei sein durfte.“

Dem neuen Gemeinderat und Bürgermeister gibt Franz Frahammer mit auf den Weg, dass er nicht jedem Wunsch sofort nacheben möge, sondern weiterhin auf geordnete Finanzen achtet.

Hans-Dieter Blimmel hat drei Amtsperioden, von 2002 bis 2020, im Gemeinderat gewirkt. Er wurde heuer nicht wiedergewählt. Der selbstständige Steinmetz- und Steinbildhauermeister hat „mit Freude und Idealismus gekämpft“ und sich eingesetzt für eine sinnvolle Entwicklung, im Finanzausschuss für einen soliden Haushalt.

„Wir waren ein kreatives Team, hatten immer gute Anträge, nur Schwierigkeiten bei der Umsetzung, oft war es eine Stimme zu wenig. Die 18 Jahre im Gemeinderat waren eine verantwortungsvolle und schöne Aufgabe, manchmal etwas schwierig und nervenaufreibend, aber immer mit der Möglichkeit, durch persönlichen Einsatz mit seinem Wissen die Gemeinde mitzugestalten,“ betont Blimmel. Er wünsche dem neuen Bürgermeister und den neuen Gemeinderatsmitgliedern „viele gute Entscheidungen und ein gutes Miteinander“.

Blimmel: „Mit meinen CSU-Kollegen im neuen Gemeinderat werde ich weiterhin interessiert an der Gemeindepolitik im Hintergrund tätig sein.“

Thomas Böswirth

Nicht mehr aufstellen ließ sich Thomas Böswirth für den neuen Gemeinderat, nachdem er 2016 als jüngster Gemeinderat nachgerückt war. Der 33-Jährige ist aus Zeitgründen nicht angetreten. Stolz ist der Energieexperte auf seine Unterstützung des Burschenvereins Oberroth (Wasserhaisl), die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrhaus Puchschlagen, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED – und den Energienutzungsplan auf den Weg gebracht zu haben.

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