Nachruf auf Sebastian Blank

Sebastian Blank mit 82 Jahren gestorben

Wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag ist jetzt der frühere Bürgermeister der Gemeinde Schwabhausen, Sebastian Blank, gestorben.

Schwabhausen– Sein Konterfei hängt längst in einer kleinen Galerie im Obergeschoß des Rathauses. Zuletzt wohnte Blank allerdings in Niederbayern und hatte nur noch wenig Kontakt zu Schwabhausen, auch wenn er hier noch gemeldet war. Die Nachricht vom Tode Blanks gab Bürgermeister Josef Baumgartner jetzt im Gemeinderat bekannt.

Zu einiger Berühmtheit hat es Sebastian Blank auch deshlb gebracht, weil er wohl der erste und einzige Pfarrer im Landkreis Dachau war, der Bürgermeister wurde. Bürgermeister war er von 1972 bis 1978. Blank schrieb ein schillerndes Kapitel in der Geschichte Schwabhausens. Vormals Kapuzinerpater, trat er 1969 die Pfarrerstelle in Schwabhausen an. Drei Jahre später kandidierte er erfolgreich auf der Liste der Christlichen Wählervereinigung für das Amt des Bürgermeisters sowie auf der CSU-Liste für den Kreistag. 1972 wird Blank für sechs Jahre zum Bürgermeister gewählt.

Die Erzdiözese München- Freising stand dem politischen Engagement des Geist- lichen kritisch gegenüber. Am 19. Mai 1976 stellte Blank an das Ordinariat in München erfolgreich den Antrag, ihn in den Laienstand zu versetzen.

Blank war Gründungsmitglied des Musikverein Schwabhausen, der 1973 aus der Taufe gehoben wurde. Das ist der Dorfchronik Schwabhausen zu entnehmen. Außerdem war er Mitbegründer des Vereins Jugendfreizeit Schwabhausen.

Blank unterlag bei der Wahl 1978 dann Josef Baumgartner (senior), blieb aber als einfaches Mitglied im Gemeinderat. 1983 wurde er allerdings wegen Grundstücksbetrugs vom Landgericht München II zu einer Haftstrafe verurteilt. Und schied aus dem Gemeinderat aus. Damit endete ein schillerndes Kapitel in der Schwabhauser Ortshistorie.

tor

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