Gemeinderat Schwabhausen

Mittagsbetreuung: Lösung in Sicht

Die Gemeinde hat keinen Träger für die geplante Mittagsbetreuung an der Grundschule Schwabhausen gefunden. Jetzt haben sich aber unerwartet Eltern gemeldet, die Trägerschaft übernehmen zu wollen.

Indersdorf– Zehn mögliche Träger für eine Mittagsbetreuung hat die Gemeindeverwaltung Schwabhausen angeschrieben, nur einer hat ein Angebot gemacht. Und die vorgelegte Kalkulation „erfüllt nicht den finanziellen Rahmen“, den die Gemeinde vorgegeben hat. Das erklärte Bürgermeister Josef Baumgartner in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend.

Und doch könnte es bereits im kommenden Schuljahr eine Mittagsbetreuung in Schwabhausen geben. Denn nachdem feststand, dass kein Träger gefunden werden kann, hat sich bei Baumgartner eine Elterninitiative gemeldet, die nun versuchen will, diese Betreuung in Eigenregie anzubieten.

Die Eltern hätten laut eigener Aussage gehofft, dass ein Träger gefunden werden kann, und sich deshalb erst im Anschluss telefonisch bei ihm gemeldet, so der Bürgermeister. Er betonte, „das würde ich sehr begrüßen“, und auch der Tenor aus den Reihen des Gemeinderats ging in diese Richtung. So appellierte Jugendreferent Dieter Rubner, man müsse von Gemeindeseite her „die Elterninitiative mit ganzer Kraft unterstützen“.

Allerdings muss es jetzt sehr schnell gehen, denn bereits im Juni müssten die entsprechenden Zuschussanträge eingereicht werden, informierte Katja Gebell von der Gemeindeverwaltung auf eine Anfrage von Florian Scherf. Ein sehr „sportlicher“ Zeitrahmen also.

Immerhin hat die Gemeinde schon einige Vorarbeiten geleistet. So wurde mit zwei schriftlichen Abfragen bei in Frage kommenden Eltern von Schulkindern der Bedarf ermittelt. Eine feste Zusage gibt es demnach für 16 Schüler. Bei der ersten Elternabfrage waren es sogar 25 gewesen, doch „neun Familien haben sich trotz Erinnerung nicht mehr gemeldet“, erläuterte Josef Baumgartner.

In der zweiten Abfrage waren die Eltern über den Beschluss des Gemeinderats informiert worden, dass die Gemeinde die Mittagsbetreuung mit 3223 Euro pro Gruppe und Jahr fördern werde. Zudem wurden die Familien um ihr Einverständnis gebeten, dass die Gemeinde ihre Daten an einen möglichen Träger der Mittagsbetreuung weitergeben darf. Auch die konkreten Betreuungstage sollten schon angegeben werden, damit ein Träger mit der Organisation womöglich schon beginnen könne.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einstimmig, mit der Elterninitiative Kontakt aufzunehmen bezüglich der Übernahme der Trägerschaft für die Mittagsbetreuung an der Grundschule bereits im kommenden Schuljahr 2017/18.

Eine Änderung hinsichtlich der Trägerschaft ergibt sich im neuen Betreuungsjahr im Übrigen, was die Mittagsverpflegung für die Schüler der Ganztagsklassen angeht: DenkMit hat nach nur einem Schuljahr den Vertrag nicht verlängert (ausführlicher Bericht folgt).

tor

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