Die Beitragserhöhung der Diözese wird vom Frauenbund Schwabhausen nicht akzeptiert.
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Die Beitragserhöhung der Diözese wird vom Frauenbund Schwabhausen nicht akzeptiert.

Austritt aus Dachverband wird in Schwabhausen ernsthaft diskutiert

Frauenbund Schwabhausen erwägt Austritt aus Dachverband

Rund 50 Mitglieder kamen zur Jahresversammlung des katholischen Frauenbund, Zweigverein Schwabhausen, im Gasthaus Göttler in Rumeltshausen zusammen. Immerhin ging es um die Beitragserhöhung der Diözese, die die Mitglieder nicht akzeptieren wollen – und somit um die Zukunft des Zweigvereins.

VON ROSWITHA HÖLTL

Im Juni wurde die Thematik „Beitragsanpassung vom Dachverband, und wie geht man damit um“ nach der Maiandacht schon einmal ausführlich diskutiert (wir haben berichtet). Alle hofften auf ein gemeinsames Gespräch mit dem Diözesanverband.

Man wünschte sich ein Miteinander und dass die Argumente vom Zweigverein Schwabhausen noch eine Verhandlungsgrundlage ergeben, da die anstehende hohe Beitragsanpassung als nicht gerechtfertigt empfunden wird. Diese „steht in keiner Relation zu dem, was wir an Mehrwert von Diözesanebene/Landesebene bekommen“, fasste Hermine Burgermeister zusammen.

Ein erstes Gespräch im August mit den Verantwortlichen vom Dachverband ergab ein deutliches „Nein“, von Verhandlungsbereitschaft zur Beitragsthematik war nichts zu spüren. Und auch die Stimmung in den anderen Zweigvereinen aus dem Landkreis zeigten, dass es „überall brodelt“. Eine schriftliche Petition aller Landkreis-Vertreterinnen an den Dachverband folgte, der nochmals die fehlende Akzeptanz der Beitraganpassung und dem Wunsch für ein gemeinsames Gespräch formulierte. Ein Termin hierfür ist noch nicht gefunden.

Ohne aktuell zu wissen, welche Ergebnisse diese Zusammenkunft bringen wird, stehen die Schwabhausener Damen weiterhin der Option offen gegenüber, ob man sich vom Hauptverein des katholischen Frauenbunds lösen soll. Man möchte sich mit der Möglichkeit vertraut machen, welche Konsequenzen es mit sich bringt, aus dem Hauptverein auszusteigen, wenn der Dialog mit dem Dachverband nicht den nach wie vor gewünschten Erfolg zeigt.

Argumente für das Für und Wider wurden von Hermine Burgermeister erläutert und Juristin Barbara Gradl übernahm an diesem Abend den wichtigen Part, Einblicke in das Vereinsrecht zu geben. Wie sieht die aktuelle Situation aus, und was muss hinsichtlich der vorliegenden Satzung alles beachtet werden? Was bedeutet ein Austritt, und welche Auflagen stehen im Zusammenhang mit einer Vereinsneugründung? Welche Möglichkeiten stehen offen, wie sieht die Rechtsstellung eines eingetragenen Vereins aus, welche Kosten kommen auf einen zu und welche Fristen und Voraussetzungen sind unbedingt einzuhalten? Sehr ausführlich wurden alle Rahmenbedingungen beleuchtet.

Die anschließende Fragerunde im großen Kreis zeigte auf, dass mit all den vorliegenden Argumenten nicht endgültig alle Unsicherheiten und Zweifel ausgeräumt sind. Klar ist, dass die Vorgaben der Satzung eingehalten werden müssen, was zur Folge hat, dass ein Abschluss dieser Thematik in Kürze nicht zu erwarten ist.

„Es braucht alles seine Zeit, und wir müssen die Regularien einhalten“, fasste Gerlinde Nimtsch abschließend zusammen.

Genügend Gelegenheit zum Austausch und Abwägen der Argumente untereinander geben die gemeinsame Wanderung zum Hofcafé auf dem Bumbaurhof oder auch die Weihnachtsfeier.

Nach dem Kassenbericht von Gerlinde Nimtsch und der Entlastung des Vorstands folgte der Rückblick auf das vergangene Jahr, der mit einem Lichtbildervortrag gestaltet wurde. Nachdem im vergangenen Jahr keine Mitgliederehrungen durchgeführt werden konnten, gab es in diesem Jahr Jubilare zu feiern, die auf eine 40-jährige Mitgliedschaft, auf eine 25-jährige und auf eine 25+1-jährige Mitgliedschaft zurückblicken dürfen (ein Bericht über die Ehrungen folgt).

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