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Frauenbund scheidet zum Jahresende aus

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54 der anwesenden 61 Damen des Frauenbunds Schwabhausen stimmten für den Austritt aus dem KDFB. Zusagen vom Diözesanverband Große Spannung im Pfarrheim
54 der anwesenden 61 Damen des Frauenbunds Schwabhausen stimmten für den Austritt aus dem KDFB. Zusagen vom Diözesanverband Große Spannung im Pfarrheim © hr

Zweigverein Schwabhausen beschließt Austritt aus dem Deutschen Dachverband KDFB

Schwabhausen – Der Katholische Frauenbund Zweigverein Schwabhausen hat in seiner Mitgliederversammlung beschlossen, aus dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) auszuscheiden. Mit einer deutlichen Mehrheit von 54 der insgesamt 61 Stimmen folgte man dem Vorschlag des Vorstands, zum Jahresende auszutreten.

Nach der Begrüßung von Teamsprecherin Hermine Burgermeister übernahm Pfarrer Albert Hack den Part, die Gedankenwelt des Vorstands noch einmal darzustellen. „Man hat sich a bissl auseinandergelebt – da ist a bissl was auseinanderganga“, beschrieb er nüchtern die Situation. Die von der Diözese angekündigte Beitragserhöhung, die für viele Vereinsmitglieder nicht akzeptabel ist (wir haben berichtet), wurde ebenso nochmals erläutert wie die gefühlt fehlende Wertschätzung seitens des Diözesanverbandes.

Wichtig ist den Mitgliedern, vor Ort attraktive Angebote für alle Frauen bereit zu stellen und dafür die notwendigen Räume und Kooperationspartner zu haben. Und das könne der Schwabhausener Frauenbund problemlos bieten, dürfe etwa das Pfarrheim weiter nutzen. „Wir schlagen vor, heute den Austritt zu beschließen“, sagte Hack deshalb. Der Austritt bedeute aber nicht etwa eine Abwendung von der katholischen Kirche, war an diesem Abend von verschiedenen Seiten zu hören.

Bevor es zur Abstimmung kam, berichtete die Delegiertenbeauftragte Gerlinde Nimtsch über die Mai-Sitzung des Diözesanverbandes, die sie zusammen mit Hildegard Schuster besucht hat. Sie informiert darüber, dass die Beitragsthematik nicht in allen Zweigvereinen für so viel Aufmerksamkeit gesorgt hat wie in Schwabhausen. Die fehlende Kommunikation dagegen schon, berichtete Nimtsch.

Letztendlich gab es eine mündliche Zusage von der Vorsitzenden des Diözesanverbandes, Sylvia Nazet, dass man für Zweigvereine, die sonst austreten würden, einen „Flexbeitrag“ einrichten könne, der ausgehend vom aktuellen Stand 2022 mit 32 Euro erst in 2026 auf 40 Euro und ab 2030 dann auf 48 Euro angehoben wird.

Argumente, die gegen einen Austritt sprechen, hat Hildegard Schuster aufgeführt und daran erinnert, dass nach der letzten Versammlung in Schwabhausen Nazet die Zusage gegeben wurde, dass man mit einer Erhöhung von fünf Euro in vier Jahren leben könnte. Für sie war wichtig, dass „ein Kompromiss gefunden werden konnte, der auf dem basiert, was von Schwabhausen akzeptiert wurde“.

Zusagen seitens des Diözesanverbandes seien zudem unter anderem hinsichtlich besserer Kommunikation gegeben. Schuster lobte, dass im Verband die Defizite erkannt worden seien und Verbesserung gelobt wurde: „Ich hatte keinen negativen Eindruck, und ich habe das Gefühl gehabt, dass das Wort Gehör findet, wenn man ein Wort sagt“. Ihre Empfehlung war, in der KDFB als Zweigverein zu bleiben: „Ich finde es schade, wenn wir uns dafür entscheiden, dass wir die Arbeit und Initiative von 43 Jahren so leicht aufgeben“.

Dem wurde allerdings sofort seitens einer Vereinskollegin entgegengehalten: „Leicht haben wir es uns nicht gemacht.“

Die Spannung im Pfarrheim war groß, ob die nötige Dreiviertelmehrheit erreicht würde. Großer Applaus brandete dann nach der Bekanntgabe des Ergebnisses auf. Damit sei klar, „wo wir stehen“, sagte Hermine Burgermeister. Klar sei aber auch: „Niemand soll ausgeschlossen werden.“

Zusagen vom Diözesanverband

Große Spannung im Pfarrheim

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