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Aufgspuit: Siegfried Heigl (r.) sorgte mit dem Udldinger Dreig’sang und dem Ziachsaitn3er für die musikalische Umrahmung. 

40 jahre Freie Wähler in Schwabhausen

Zum Jubiläum gab’s sogar ein Lob der CSU

Mit einem zünftigen Fest bei Weißwurst, Brezen und Musik haben die Freien Wähler Schwabhausen ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Mitgefeiert haben im Gasthaus Göttler in Rumeltshausen mehr als 60 Mitglieder und Freunde.

Schwabhausen– Getreu dem von Roman Herzog geprägten Begriff „Laptop und Lederhose“ für das moderne Bayern präsentierte der Vereinsvorsitzende Harald Jörg ein kurzweiliges Programm mit einem Rückblick auf vier Jahrzehnte erfolgreiche Gemeinderatsarbeit der Freien Wähler in Schwabhausen sowie mit Grußworten, Ehrungen und Unterhaltung. Gekommen waren unter anderem der Landtagsabgeordnete Benno Zierer, Bezirkstagepräsident Josef Mederer, Bürgermeister Josef Baumgartner sowie die FW-Landtags- und Bezirkstagskandidaten Martina Purkhardt, Marcel Fath und Wolfgang Hörl.

Da der genaue Start einer Wählervereinigung Freie Wähler in Schwabhausen vor der Kommunalwahl von 1978 nicht eindeutig festgelegt werden kann, hat der Vorstand den Antritt zur Kommunalwahl 1978 als Gründungsjahr definiert. Damals hießen die Freien Wähler noch Freie Christliche Wähler (FCW) und gingen mit ihrem Zugpferd Josef Baumgartner senior in den kommunalen Wahlkampf, der dabei den Bürgermeistersessel gegenüber dem bisherigen Bürgermeister Blank für sich gewinnen konnte.

In den drei Amtsperioden von Josef Baumgartner senior, von 1978 bis 1993, stellten die Freien Wähler mit dem Bürgerblock Arnbach als Fraktionsgemeinschaft die größte Fraktion im Gemeinderat. Für die Bürgermeisterneuwahl 1993 wurde unter anderem von der Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler/Bürgerblock Arnbach Josef Mederer aufgestellt. Dies wiederholte sich bis zum Ende seiner Bürgermeisteramtszeit 2011. Seit 2011 ist nun der Freie Wähler Josef Baumgartner junior Bürgermeister.

Heute stellt die Fraktionsgemeinschaft mit zehn Gemeinderäten (sechs Freie Wähler, vier Bürgerblock Arnbach) und dem Bürgermeister die absolute Mehrheit im 20-köpfigen Gremium.

In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Gemeinde Schwabhausen deutlich verändert. Gegenüber 1200 Einwohnern 1970 und 3138 nach der Gebietsreform 1980 leben heute 6745 Menschen in der Gemeinde.

Die früheren, oft hitzigen Debatten im Gemeinderat gehören der Vergangenheit an. Heute stehen in einem kollegialen Miteinander die kommunalen Anliegen im Vordergrund. Bekräftigt wurde dieses „Miteinander“ von Josef Reischl, dem Vorsitzenden des CSU-Ortsverbands Schwabhausen, der zusammen mit einer Abordnung der CSU zur Feier gekommen war und einen Geschenkkorb überreichte. „Die Freien Wähler sind eine bodenständige und bürgernahe Partei, mit der es sich gut zusammenarbeiten lässt“, sagte er in seinem Grußwort.

Lob und Anerkennung für die Arbeit der Freien Wähler in Schwabhausen zogen sich auch wie ein roter Faden durch die Grußworte der Ehrengäste. Ein besonderes Kompliment hatte Bezirkstagepräsident Josef Mederer für seine früheren Mitstreiter in petto. „Ich schöpfe noch heute bei meiner Tätigkeit im Bezirk aus den Jahren in Schwabhausen“, sagte er rückblickend.

Traten die Freien Wähler in früheren Jahren nur vor Wahlen ans Licht der Öffentlichkeit, wurden seit der Vereinsführung durch Harald Jörg mit dem jährlichen Auftritt der „Wirtshausmusikanten“ und der Beteiligung am Christkindlmarkt mit der Partnergemeinde Großschwabhausen auch unterjährig Aktivitäten eingeführt. Die Vorliebe von Harald Jörg für bayerische Musik war auch beim Jubiläumsfest nicht zu übersehen: „Aufgspuit“ haben unter der Leitung von Siegfried Heigl der „Udldinger Dreig’sang“ und die „Ziachsaitn3er“. Dazwischen gab die Mundartdichterin Rosy Lutz eine Auswahl ihrer bayerischen G’schichten zum Besten, worüber herzlich gelacht wurde. Für die Organisation der rundum gelungenen Veranstaltung bekam Jörg am Ende von Fraktionssprecher Hans Bopfinger einen Präsentkorb überreicht. 

Edeltraud Lachner

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