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Die Oberrother Dorfgemeinschaft hält zusammen: Obwohl die Aktivitäten beim Gartenbauverein Oberroth derzeit ruhen, kamen viele Helfer zum Ramadama rund um Oberroth. Nachdem die Straßenränder, Wege und Fluren vom Unrat befreit waren, bedankte sich die Gemeinde bei allen Helfern mit einer Brotzeit im Feuerwehrhaus. 

Gartenbauverein Oberroth

„Schade, wenn Verein den Bach runter geht“

Die Neuwahlen beim Gartenbauverein Oberroth sind gescheitert. Der bisherige Vorstand bleibt nun weitere drei Monate im Amt – in dieser Frist sollen nun Nachfolger gefunden werden.

Oberroth – Bei der Jahresversammlung im Landgasthof Haagen, zu der rund ein Drittel der insgesamt 160 Mitglieder gekommen waren, fanden sich keine Nachfolger für den bisherigen Vorstand mit Christine Schneider, Anita Held, Rosemarie Geserer und Michaela Kellerer. Dass sie 2018 nicht mehr kandidieren werden, hatten die vier Damen bereits bei der Herbstversammlung 2017 angekündigt und in der Einladung zur Jahresversammlung 2018 schriftlich untermauert.

„Uns hat die Arbeit in den letzten neun Jahren viel Freude gemacht, aber alles hat seine Zeit“, schrieben die bisherigen Mitglieder des Vorstands und bedankten sich bei allen Helfern, die im Verein mitgearbeitet haben. Gleichzeitig wurden die Vereinsmitglieder dazu aufgerufen, Nachfolger zu suchen und zu finden. Dieser Aufruf ist jedoch gescheitert.

Bürgermeister Josef Baumgartner, der die Aufgabe des Wahlleiters übernommen hatte, stand auf verlorenem Posten, denn aus der Versammlung erklärte sich niemand bereit, die Vereinsführung zu übernehmen. Für diesen Fall hatte das Vorstandsquintett bereits vorgesorgt und zuvor über eine Satzungsänderung abstimmen lassen, die anstatt einer Vereinsauflösung auch eine Stilllegung möglich macht.

Unterstützung fand Baumgartner bei Werner Arm und Dr. Manfred Kotzian vom Kreisverband Dachau sowie beim ehemaligen Oberrother Vorstandsmitglied Simon Kellerer, der ein Plädoyer zum Fortbestand des Vereins hielt. „Es wäre doch schade, wenn dieser tolle Verein, der bereits seit 1974 besteht und die Dorfgemeinschaft ungemein bereichert, den Bach runter geht. Ich würde sogar kommissarisch den Vorsitz übernehmen“, sagte Kellerer und machte den Vorschlag, nichts zu überstürzen und in angemessener Zeit nochmal zusammen zu kommen.

In die gleiche Kerbe schlug Werner Arm, der Erfahrung mit dem Prozedere hat, weil er in letzter Zeit häufiger Vereine begleitet hat, die Probleme mit dem Finden von Vorstandsmitgliedern hatten. Arm schlug vor, dass der bisherige Vorstand einschließlich der Beisitzer und des Gerätewarts für weitere drei Monate im Amt bleiben und diese Zeit intensiv genutzt wird, um Nachfolger zu finden.

Die Erleichterung darüber, als dieser Vorschlag einstimmig angenommen wurde, war im ganzen Saal zu spüren. Nun bleibt zu hoffen, dass diese Fristverlängerung zum Erfolg führt und sich bei einer neuen Versammlung, deren Termin noch festgelegt wird, Gartenfreunde zur Verfügung stellen, die den Verein weiter führen. Edeltraud Lachner

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