Aus dem Gemeinderat Schwabhausen

Rücklagen werden komplett aufgebraucht

Schwabhausen hat heuer einiges zu investieren und braucht deshalb seine gesamten Rücklagen auf. Der Gemeinderat beschloss einen Haushalt mit einem Volumen von 17 Millionen Euro.

Schwabhausen – Um alle geplanten Investitionen schultern zu können, wird die Gemeinde Schwabhausen heuer ihre Rücklagen von rund 4 Millionen Euro komplett verbrauchen – bis auf den gesetzlich geforderten Mindestbetrag. Der Gemeinderat verabschiedete einen Haushalt, der ein Gesamtvolumen von knapp 17 Millionen Euro hat.

„In den vergangenen fünf Jahren wurden im Schnitt 2,5 Millionen Euro jährlich investiert – im Haushalt 2017 beläuft sich der Investitionsetat auf 5,06 Millionen Euro“, erklärte Bürgermeister Josef Baumgartner in seiner Haushaltsrede. Die Gemeinde will einiges investieren, den großen Unterschied macht aber das neue Kinderhaus östlich an das Sportgelände angrenzend, das allein rund 2,5 Millionen verschlingen wird.

Die Gemeinde wird deshalb heuer ihre Rücklagen von rund 3,9 Millionen Euro fast komplett verbrauchen, am Ende des Jahres werden nur noch 145 200 Euro auf dem Konto sein.

Die Gemeindekämmererin Monika Sandmair rechnet mit Steuereinnahmen in Höhe von rund 7 Millionen Euro. Der größte Posten ist dabei die Einkommenssteuebeteiligung (4,6 Millionen), während man bei der Gewerbesteuer mit etwa 1,25 Millionen Euro rechnet. Damit gehört Schwabhausen nach wie vor zu den steuerschwachen Gemeinden und erhält weiterhin Schlüsselzuweisungen vom Freistaat. Dieser errechnet sich stets aus den zwei Jahre zurückliegenden Haushaltszahlen. Schwabhausen erwartet heuer eine Überweisung von rund 636 000 Euro. im Vergleich: Die einzigen Gemeinden im Landkreis, die nicht von Schlüsselzuweisungen profitieren, sind Bergkirchen, Haimhausen, Odelzhausen und Sulzemoos.

Die größten Posten bei den Ausgaben sind in Schwabhausen neben den Investitionen die Kreisumlage in Höhe von etwa 2,9 Millionen Euro sowie die Personalkosten (1,7 Mio.). 2,4 Millionen Euro beträgt der Ansatz für die Betriebskostenförderung der Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde, knapp eine Million Euro erwartet die Gemeinde allerdings in diesem Bereich auch an staatlicher Förderung.

Der Haushalt wurde einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet. Er war in zwei Finanzausschusssitzungen vorberaten worden, wobei alle Fraktionssprecher die konstruktive Zusammenarbeit ausdrücklich lobten. „Der Haushalt 2017 passt wie angegossen“, freute sich auch Florian Scherf (CSU). Er sieht allerdings dunkle Wolken am Horizont: „Wenn wir den Finanzplan für die Jahre 2018 und 2019 anschauen, dann wird uns angst und bange.“ Denn die Rücklagen würden heuer komplett aufgebraucht, die Aufgaben für die Gemeinde aber nicht kleiner. „Wir müssen schauen, dass wir unsere Einnahmen erhöhen“, betonte Scherf, die Hebel dafür müssten noch heuer angesetzt werden, sonst käme das böse Erwachen.

tor

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