Hinterlassen eine große Lücke in Schwabhausen: Inge und Hans Hinner, hier bei ihrer Diamantenen Hochzeit, starben innerhalb von nur drei Monaten.
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Hinterlassen eine große Lücke in Schwabhausen: Inge und Hans Hinner, hier bei ihrer Diamantenen Hochzeit, starben innerhalb von nur drei Monaten.

„Haben uns immer vertraut und zusammengehalten“

Große Trauer um Inge und Hans Hinner: Beliebte Schwabhauserin stirbt kurz nach ihrem Ehemann

  • Torge Wester
    VonTorge Wester
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Schwabhausen trauert um Inge Hinner. Die langjährige Vorsitzende des katholischen Frauenbunds, Seniorenbeauftragte der Gemeinde und Trägerin der Bürgermedaille ist im Alter von 85 Jahren gestorben, nur knapp drei Monate nach ihrem Ehemann Hans.

Schwabhausen ‒ Inge und Hans Hinner hatten 1958 geheiratet und zunächst in München-Schwabing gewohnt, um sich dann 1972 in Schwabhausen niederzulassen, wo sie zusammen eine Baufirma aufbauten. Inge Hinner fasste mit dem Eintritt in den Kirchenchor Fuß in der Dorfgemeinschaft. Sie engagierte sich ehrenamtlich in vielen Vereinen. Neben Haushalt, Familie und Büroarbeit fand sie noch Zeit, um sich im Pfarrgemeinderat, im katholischen Frauenbund (als Mitgründerin) sowie in der Nachbarschaftshilfe einzubringen und sich schließlich als Seniorenbeauftragte in den Dienst der Gemeinde und der älteren Mitbürger zu stellen.

Inge und Hans Hinner engagierten sich in Schwabhausen

Unvergessen sind die wunderbaren Ausflüge und Konzertreisen, die sie als Vorsitzendes des Frauenbundes organisierte, aber auch die Hexenauftritte am Unsinnigen Donnerstag und die legendären Weiberbälle, die sie federführend begleitete.

1960 war Tochter Ursula geboren worden, 1965 folgte Sohn Fritz. Hans Hinner machte seine Maurermeisterprüfung und gründete sein eigenes Bauunternehmen, das er vor Jahren an seine Kinder übergeben hat, die einschließlich des Schwiegersohns ebenfalls in der Baubranche tätig sind.

1978 trat Inge Hinner in den TSV Schwabhausen ein und unterstützte zusammen mit ihrer Familie vor allem die Tischtennisabteilung.

Mit Mut, Entschlossenheit und einem großen Herz für ihre Mitmenschen hat Inge Hinner in all den Jahren viel bewegt und wurde dafür 2011 mit der Bürgermedaille der Gemeinde Schwabhausen ausgezeichnet.

Die drei Enkelkinder schauten regelmäßig bei Oma und Opa vorbei

In den vergangenen Jahren war es ein wenig ruhiger um Inge Hinner geworden. Sie blieb bis zuletzt aber ein positiver, herzensguter Mensch, blickte stets optimistisch nach vorne. Einen großen Beitrag dazu leisteten ihre drei Enkelkinder, die regelmäßig bei der Oma und dem Opa vorbeischauten, und vor allem das jüngste Familienmitglied Lea Maria, die Inge Hinner zur stolzen Uroma gemacht hatte.

Der Tod ihres Ehemanns vor knapp drei Monaten war ein schwerer Verlust für Inge Hinner. Mit ihrem Hans hatte sie vor drei Jahren noch die Diamantene Hochzeit feiern können. Nach ihrem Rezept für so viele glückliche Ehejahre befragt, hatten Inge (82) und Hans Hinner (84) 2018 übereinstimmend betont: „Wir haben uns immer vertraut und zusammengehalten, außerdem hat uns die gemeinsame Arbeit verbunden. Wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, hatten ab und zu auch Streit, aber die Versöhnung war dann umso schöner.“

Ingeborg und Hans Hinner hinterlassen in Schwabhausen eine große Lücke.

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