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Nur wenige Zentimeter trennen die Garagenecke vom Bordstein der Grubhofstraße in Arnbach.

Direkt an die Straße gebaut

Arnbacher Ärger über zwei Baukörper

Eine Baustellenampel, die den Verkehr zum Erliegen bringt, und eine Garage, die unmittelbar an den Straßenrand grenzt, sorgen in Arnbach für Ärger. Das wurde auf der Bürgerversammlung deutlich.

Arnbach – Zwei Baumaßnahmen im Ort und damit verbundene Verkehrsbehinderungen erregen seit einiger Zeit die Gemüter der Arnbacher: Der Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Indersdorfer Straße und die Aufstellung einer Garage an der Grubhofstraße.

Beide „Baustellen“ waren auch ein Thema bei der Bürgerversammlung im Sportheim. Bürgermeister Josef Baumgartner musste dazu viele Fragen beantworten, die vor allem darauf zielten, warum denn „so etwas“ genehmigt wird. Wie Baumgartner erläuterte, hatte der Gemeinderat ursprünglich bei beiden Bauvorhaben sein Veto eingelegt, wurde aber mit der Genehmigung durch das Landratsamt überstimmt. „Die Gemeinde ist da machtlos. Das geltende Baurecht gibt diese Art der Bebauung her“, musste der Bürgermeister eingestehen.

Stein des Anstoßes ist die Tatsache, dass die Baukörper fast bis an den Straßenrand reichen, im Fall der Garage in der Grubhofstraße schließt die Ecke sogar mit dem Randstein ab.

Damit der Baustellenverkehr gewährleistet werden kann, wurde die Indersdorfer Straße in Höhe der Baustelle halbseitig gesperrt, der Verkehr wird seit August mit Ampeln geregelt. Das hohe Verkehrsaufkommen sorgt seitdem besonders im Berufsverkehr am Morgen und am Abend für lange Rückstaus.

Besonders beeinträchtigt davon ist die Familie Sedlmayr, auf deren Grundstück auch die Schreinerei Loderer ihren Sitz hat. Die Zufahrt liegt unmittelbar vor der Ampel in Richtung Indersdorf. „Das angebrachte Hinweisschild ,Ausfahrt freihalten‘ wird einfach nicht beachtet, die auf Grün wartenden Fahrzeuge fahren bis an die Ampel heran und versperren uns die Ein- und Ausfahrt“, ärgern sich die Betroffenen. Dass der auf dieser Seite vorhandene Gehweg besonders von Lkw und anderen großen Fahrzeugen schon stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist deutlich sichtbar.

Auch die Sedlmayrs können nicht verstehen, warum ein Bau genehmigt wird, der bis an den Straßenrand reicht. „Als unser Sohn vor einigen Jahren den Bau eines Einfamilienhauses im eigenen Garten beantragte, wurde ihm ein Abstand zur Grundstücksgrenze von fünf Metern auferlegt. Da diese Auflage nicht ganz erfüllt werden konnte, musste er anderweitig Wohnraum für seine Familie schaffen. Wenn aber ein Bauträger kommt, geht plötzlich vieles. Hier wird anscheinend mit zweierlei Maß gemessen“, vermutet Helmut Sedlmayr.

Laut den angebrachten Schildern sollte die Indersdorfer Straße seit dem 21. Oktober wieder voll befahrbar sein. Die Ampeln sind aber immer noch in Betrieb. Da auf der Baustelle momentan keine Tätigkeit zu erkennen ist, konnte niemand befragt werden, wie lange sich die Straßensperre noch hinziehen wird. Die Arnbacher und die übrigen Verkehrsteilnehmer werden sich in Geduld üben müssen.

ela

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