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Bekannte Gesichter bei der CSU in Schwabhausen: Fraktionsvorsitzender Florian Scherf, Ortsvorsitzender Josef Reischl, Kassier Franz Frahammer junior, stellvertretende Ortsvorsitzende Janda Buck, stellvertretender Ortsvorsitzender Dr. Erich Weiß und Schriftführer Thomas Böswirth (v.l.). 

Konsequenz aus Wahlergebnis

CSU Schwabhausen will mehr Geschlossenheit zeigen

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Die große Überraschung gab es nicht bei der Neuwahl des Ortsvorstands bei der CSU in Schwabhausen. So wurde Josef Reischl auf der gut besuchten Hauptversammlung einstimmig als Ortsvorsitzender wiedergewählt. Eigentlich ein Mann der klaren Worte, machte Reischl allerdings aus einer Personalie noch ein kleines Geheimnis.

Schwabhausen – 31 wahlberechtigte Mitglieder waren am Donnerstagabend in den kleinen Saal des Gasthofs Zur Post in Schwabhausen gekommen, um der Jahresversammlung beizuwohnen. Angesichts von derzeit 73 Mitgliedern, die der Ortsverband hat, kein schlechter Besuch. Der einstimmig wiedergewählte Ortschef Josef Reischl freute sich zwar über diesen guten Zuspruch, wünschte sich aber gerade hinsichtlich der Mitgliederzahlen eine Steigerung, denn: „Ich kann mich an Zeiten erinnern, als wir mal um die 100 Mitglieder hatten.“

Dass es bei der CSU Steigerungspotenzial gibt, dessen ist sich der Transportunternehmer sicher. Wenig hilfreich sei dabei das Bild, das die bayerische CSU manchmal biete. „Ich hab’ mich furchtbar geärgert“, sagt Reischl an diesem Abend mehrmals und erwähnt dabei unter anderem den sogenannten Erlanger Aufstand, als die JU im November 2017 bei ihrer Landesversammlung zum Aufstand gegen Horst Seehofer gerufen und dessen Rivalen Markus Söder zum Wunschnachfolger des Ministerpräsidenten ausgerufen hatte.

Geärgert hat ihn auch das schlechte Ergebnis für die Schwabhauser CSU bei den Wahlen im vergangenen Jahr. Zwei Dinge müssen seiner Meinung nach passieren, damit die Union wieder zulegt: „Wir müssen zusammenhalten und nach außen Geschlossenheit zeigen. Und wir müssen die Leute an die Hand nehmen und wieder in die Realität zurückführen.“

Denn was der „grüne Mainstream“ derzeit mache, sei Populismus. „Kampf für die Natur, aber hundert Prozent gegen die Wirtschaft und praktisch Enteignung in der Landwirtschaft“ – Reischl fehlt der vernünftige Mittelweg, „denn für den Erhalt der Natur sind wir doch schließlich alle.“ Dazu hatte später auch der BBV-Bezirkschef und ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete Anton Kreitmair einiges zu sagen.

Im Europa-Wahlkampf wird die Schwabhauser CSU heuer jedenfalls sehr aktiv sein, und auch für die Kommunalwahl 2020 „sind wir schon ziemlich durch“ mit den Vorbereitungen, erklärte Josef Reischl. Man werde im Sommer einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominieren, und die Personalie stehe schon fest. Es werde jemand mit hoher sozialer und fachlicher Kompetenz sein, versicherte der Schwabhauser CSU-Chef. Das Geheimnis soll aber erst im Sommer gelüftet werden.

Nach dem Kassenbericht von Franz Frahammer junior hatte dann der Sozialreferent und CSU-Fraktionssprecher Florian Scherf das Wort. Er hob die gute Zusammenarbeit in der Fraktion hervor, die zudem Spezialisten für alle Bereiche in ihren Reihen habe. So komme es nicht von ungefähr, dass „wir im Gemeinderat viele Anträge stellen, während von den anderen nichts kommt“. Die Anträge würden aber leider lange in der Gemeindeverwaltung liegen bleiben, bevor sie behandelt werden. Da brauche es halt einen Bürgermeister, der anschiebt, erklärte Scherf. Denn das tue der amtierende eben nicht. Scherf erwähnte unter anderem den jüngsten Antrag der CSU auf Aufstellung eines Energienutzungsplans (siehe Kasten links).

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Tobias Stephan hatte dann die Ehre, die Neuwahl des Ortsvorstands zu leiten. Einstimmig oder mit nur einer Gegenstimme wurden von der Versammlung wiedergewählt: Ortsvorsitzender Josef Reischl, Stellvertreter Janda Buck und Dr. Erich Weiß, Kassier Franz Frahammer junior und Schriftführer Thomas Böswirth. Beisitzer sind Markus Arnold, Dieter Blimmel, Rüdiger Hartmann, Michael Meemann, Roman Reischl und Alexander Stoppe. Kassenprüfer bleiben Heinrich Loderer und Manfred Prößl.

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