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Vor ihm ist keiner sicher: Chris Boettcher im Saal der Post in seinem Element. 

Kabarettist zu Gast im Gasthof zur Post in Schwabhausen

Alle sitzen mit Chris Boettcher im gleichen Pool

Mit seinem aktuellen Programm „Freischwimmer“ füllte Chris Boettcher den großen Saal im Gasthof zur Post in Schwabhausen vollends.

Schwabhausen – Die Vorstellung, mit Eros Ramazotti, Hansi Hinterseer, Angela Merkl oder Donald Trump gemeinsam im Pool zu sitzen, mag den einen verzaubern, den anderen jedoch verzweifeln lassen.

Mit seinem aktuellen Programm „Freischwimmer“ füllte Chris Boettcher den großen Saal im Gasthof zur Post. Leider haben den Hinweis in der Anzeige zum Kartenvorverkauf, dass kein Badehosenzwang ist, wohl alle 280 Besucher gelesen. Nicht einer von ihnen saß im Bikini oder Badehose im Saal, auch nicht die Österreicher, die sich innerhalb der ersten Minuten schon zu erkennen gaben. Das zeigt aber auch, dass die Kleinkunstbühne in Schwabhausen weit über die Land(kreis)grenzen hinaus bekannt ist.

Es war ein Hochgenuss, Chris Boettcher live zu erleben. Angefangen damit, dass er die Zuhörer in die Welt von ABBA mitnahm und ihre Welthits ein bisschen an die heutige Zeit anpasste, oder als er sich outete, dass er ein „Sex-Trump“ auf seinem „Trumpolin“ ist. Innerhalb weniger Minuten war das Publikum auf gleicher Wellenlänge, verteilte gemeinsam „Bockfotzn“ und kam aus dem Lachen nicht mehr heraus. Egal, wen er parodierte, ob aus der Politik, die aktuellen Fernsehstars, bis hin zu den Fußballern. Keiner ist sicher, dass er nicht in einem Witz oder Lied „Spuren“ von sich findet, wie Howard Carpendale es gesungen hätte.

Zwei Stunden volle Power – bei einem Musiker hätte man sagen können, „er hat den Saal gerockt“. In diesem Fall passt eher „Comedian verwandelte den Postsaal in ein sprudelndes Wellenbad“. Mit „Gute Nacht, Küsschen, Kiss Kiss, das sagt jetzt auch der Chris“ verabschiedete er sich schließlich unter tosendem Applaus.

Roswitha Höltl

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