Schwabhauser Gebäude soll für künftige Vhs-Nutzung hergerichtet werden – Probleme gelöst

Kirchenstraße 3: Sanierung doch möglich

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Schwabhausen – Der neuere Gebäudeteil soll erhalten, der ältere zusammen mit dem Juz abgerissen werden, dafür sollen drei Wohngebäude im rückwärtigen Bereich kommen – in Grundzügen steht jetzt die Neuplanung für das Areal an der Kirchenstraße in Schwabhausen, über dessen Nutzung sich der Gemeinderat schon eine ganze Weile Gedanken macht.

VON TORGE WESTER

Ein erster Versuch der Überplanung war gestoppt worden, weil eine unerwartete Stellplatzproblematik aufgetaucht war, als das zu sanierende Gebäude in der Kirchenstraße 3 für die Zwecke der Volkshochschule umgewidmet werden sollte: Plötzlich wären für die Nutzungsänderung 24 Stellplätze auf dem Grundstück nachzuweisen gewesen. Das hätte einerseits bedeutet, dass das Jugendzentrum (Kirchenstraße 5) sofort abgerissen hätte werden und andererseits auch rund die Hälfte des Gartenbereichs den Stellplätzen geopfert hätte werden müssen.

Teuer, aber nicht unmöglich wird die Sanierung

Und auch die Sanierungskosten stiegen laut Planung von den bis dahin erwarteten 150 000 auf 700 000 Euro an. Daraufhin zog der Gemeinderat die Notbremse und rief den Arbeitskreis wieder ins Leben, mit je einem Vertreter aus jeder Fraktion. Zusammen mit den Architekten Peter und Viola Gossner wurden zwischenzeitlich Lösungen gesucht – und gefunden.

So wird eine Tiefgarage die Stellplatzproblematik beheben – insgesamt werden 52 Stellplätze geschaffen, die sowohl der neuen Wohnbebauung als auch der Nutzung des dann sanierten Gebäudes durch die Vhs dienen werden. Die Sanierungskosten sind ebenfalls kein Thema mehr. Vielmehr erlöse die Gemeinde durch den Grundstücksverkauf mehr als genug Geld, könne sogar noch einiges davon in das neue Bauhofgebäude investieren, betonte Peter Gossner.

„Die Gebäudesubstanz ist zu gut, um es zurückzubauen“, bestätigte der Architekt. Geplant ist, dass die Volkshochschule im Erdgeschoss drei Räume verschiedener Größe zur Nutzung erhält – da wo früher die Kleinen des Kindergartens St. Michael herumtollten. Auch die Blaskapelle soll im Erdgeschoss einen Raum mitnutzen können, erklärte Bürgermeister Wolfgang Hörl.

Die von Markus Arnold (CSU) geäußerten Bedenken, dass „die umliegende Wohnbebauung wahrscheinlich nicht so glücklich über zwei bis drei Proben der Blaskapelle in der Woche“ sein dürfte, wollte Hörl nicht teilen. Schließlich gehe es hier um ein Dorfgebiet. Und die Qualität der Schwabhauser Blaskapelle sei immerhin so gut, dass sie schon für ihre Proben Eintrittsgeld verlangen könne, meinte er augenzwinkernd.

Und die Fenster seien auch allesamt zur Kirchenstraße hin angeordnet, betonte Architekt Peter Gossner. Damit sei die Lärmbelästigung für die rückwärtige Wohnbebauung überschaubar.

Der Gemeinderat stimmte der Grobplanung des Areals an der Kirchenstraße einmütig zu. Damit kann es in die Detailplanung in der alten Ortsmitte gehen.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase/dpa-tmn

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