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Klingendes Schwabhausen: Galavorstellung zum 50-Jährigen

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„Klingendes Schwabhausen“: Auf der Bühne Barbara Sauter und Richard Wiedl; vorne, von links Anna Lam-Winkler, Pamela Rachel und Maximilian Müller. © Foto: Koch

Die Theatergruppe Schwabhausen hat ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Galavorstellung gefeiert und dazu hochkarätige Mitwirkende eingeladen.

Schwabhausen Der Tenor Richard Wiedl, Sänger und Moderator, führte als charmanter Plauderer durch das unterhaltsame Programm mit Höhepunkten aus der Welt der Musik rund um das Gründungsjahr der Gruppe, für die seit dem Jahre 1969 Theater eine Herzensangelegenheit ist. Zunächst servierte Wiedl ein Glas von der den Geist anregenden Feuerzangenbowle, um auf das Jubiläum anzustoßen.

Wiedl stand die vielseitige Mezzosopranistin Barbara Sauter zur Seite, die bereits beim ersten „Klingenden Schwabhausen“ dabei war und wie Richard Wiedl sowohl in der Klassik als auch in der Unterhaltungsmusik zu Hause ist. Sie verzauberte mit ihrer Stimme.

Das gut eingespielte Duo stellte mit witzigen Einlagen, berührenden Beträgen und rührseligen Schlagern zum Mitsingen, etwa aus den Anfängen der ZDF-Hitparade, seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Die Musiker brachten sowohl gesellschaftskritische Töne aus der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Managonny“ von Bertold Brecht und Kurt Weill zu Gehör als auch Evergreens wie der von Peter Alexander gesungene „Kriminaltango“.

Und das Paar demonstrierte in den „Lustigen Nibelungen“, wie „die Geschichte von Siegfried und Brünnhilde anders geht“. Ja, und wenn sich Wiedl in ungewohnter Kluft als „Easy Rider“ fühlt, gibt es kein Halten mehr.

Dann trat als Überraschungsgast der Heldentenor der Tiroler Festspiele, George Vincent Humphrey auf. Er begeisterte zunächst mit der Arie „Winterstürme“ aus der „Walküre“ von Richard Wagner und mit einem hinreißend interpretierten Song der Beatles.

Einen großen Anteil am Erfolg des Abends hatten neben den Sängern die Instrumentalisten, die nicht nur begleiteten, sondern eigene Akzente setzten. Pamela Rachel aus Augsburg ist eine brillante Geigerin, die in Dachau bekannte Musikerin Ann Nam-Winkler eine herausragende Pianistin und Maximilian Müller vom Hoftheater Bergkirchen ein Meister an seinem Instrument, dem Schlagzeug. Sie überzeugten mit ihrer musikalischen Bandbreite von „der anspruchsvollen Hochkultur“ bis in die „Niederungen“ der Schlagerwelt, und sie konnten sich das Schmunzeln nicht verkneifen, bei Wiedls Späßen auf der Bühne. Für die weltberühmten Hits aus dem Musical „Hair“ schlüpfte er zunächst einmal publikumswirksam in ein blumiges Outfit, um die eingängigen Melodien zusammen mit Barbara Sauter und George Vincent stimmgewaltig und stilgerecht in Erinnerung zu rufen. Der Ohrwurm „Let the sunshine in“ setzte den Schlusspunkt.

Doch nach dem stürmischen Applaus der Zuhörer bedankten sich Elisabeth und Josef Kappes als Veranstalter bei den Künstlern, die ihr „Klingendes Schwabhausen“ zum Jubiläum so einfallsreich und liebevoll in Szene gesetzt haben. Gewünscht hätte sich die engagierte Theatergruppe allerdings noch mehr Besucher. Die Anwesenden wurden für ihren donnernden Applaus mit drei Zugaben belohnt.

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