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Vieles auf den Weg gebracht (v.l.): Bürgermeister Josef Baumgartner, FW-Vorsitzender Max Patzelt, 2. Bürgermeister Wolfgang Hörl, Landratskandidatin Dagmar Wagner, FW-Kreischefin Martina Purkardt und Fraktionssprecher Hans Bopfinger. 

Freie Wähler Schwabhausen stellen Wahlkampfprogramm vor

Von wegen Dornröschenschlaf

Bei einem Informationsabend stellten die Freien Wähler Schwabhausen ihr Wahlkampfprogramm vor und verteidigen ihre Arbeit

Schwabhausen – Die Freien Wähler Schwabhausen hatten zu einem Informationsabend zur Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in den Gasthof zur Post eingeladen. Die Arbeit des Gemeinderats und der Verwaltung, sowie die Ziele und Vorstellungen für den aktuellen Wahlkampf waren die Themen an diesem Abend.

Vorsitzender Max Patzelt begrüßte Bürgermeister Josef Baumgartner und Bürgermeisterkandidat Wolfgang Hörl, die FW-Landratskandidatin Dagmar Wagner, Gemeinderatskandidaten und Parteifreunde sowie Interessierte und Kandidaten aus den anderen politischen Gruppierungen.

Die großen drei Hauptstoßrichtungen der FW Gemeindeentwicklung, Gemeinschaftsentwicklung und Nachhaltigkeit wurden von Patzelt ausführlich dargestellt.

Schwabhausen habe sich nicht in einem Dornröschenschlaf befunden, verteidigte Bürgermeister Baumgartner die Arbeit von Gemeinde und Gemeinderat. Vieles sei auf den Weg gebracht und in Angriff genommen worden. Es gab Aufgabenstellungen, bei denen „eine Menge Energie, Manpower, Ingenieur- und Planungsleistungen investiert wurden“. Baumgartner erinnerte an den Neubau des Kinderhauses St. Michael, an die Fertigstellung des Gehwegs vom Bahnhof zur Puchschlagener Straße, an das sehr komplexe Objekt Heinrich-Loder-Halle und an die Thematik „Sanierung der Wasserleitungen“.

Fraktionssprecher Hans Bopfinger ergänzte die Aufzählung unter anderem mit dem erfolgreichen Ausbau des Breitbandnetzes. Kontinuierlich den Überblick zu behalten, um die kommunalen Förderprogramme zu gewährleisten und auch einzufordern, ist für ihn ein wichtiger Aspekt. Ebenso, dass die sehr große Thematik Gemeindeentwicklung nun einen Rahmen bekommen hat und die Ergebnisse aus dem Bürger- und Volksbegehren zur Artenvielfalt ihren Stellenwert und ihre aktive Umsetzung gefunden haben.

Mit Gisela Hahn-Collesei wurde eine Seniorenbeauftragte mit einer Vielzahl von Ansatzpunkten betraut. In naher Zukunft wird zudem eine weitere Photovoltaikanlage im Gemeindebereich ausgebaut. Es sei also sehr viel passiert in der letzten Amtsperiode, und es sei ein konstruktives Miteinander gewesen, wie Patzelt betonte. Sehr schade fand er, dass bei der Podiumsdiskussion der Dachauer Nachrichten teilweise von einem Gegeneinander die Rede war.

Ein Ausruhen auf den bisherigen Ergebnissen liege den Freien Wählern aber fern. „Das Bessere ist der Feind des Guten. Warum soll sich Schwabhausen mit guten Leuten begnügen, wenn es noch bessere gibt?“ fragt sich Bopfinger, als er das Wort an den 2. Bürgermeister Wolfgang Hörl übergab, der „fest in der Gemeinde verwurzelt ist, im Ehrenamt präsent ist und sich dort eingebracht hat. Er hat von seiner beruflichen Tätigkeit den notwendigen Background, um als neuer Bürgermeister tätig zu sein. Kontinuität zeichnet ihn aus,“ sagte Bopfinger.

Für Wolfgang Hörl sind seine Referenzen die Grundlage für seine Bewerbung als Bürgermeister. Seine Alleinstellungsmerkmale lägen bei der Kinderbetreuung, dem Wohnungsbau und der Schuldenthematik.

Kinderbetreuung und Wohnungsbau

Die Entwicklung eines Konzepts zur Übernahme der Kinderbetreuung in Gemeindehand sei ihm überaus wichtig, und er sei überzeugt, dass die Gemeinde als Träger genauso „mitspielen kann“. Im Fall des Falles möchte er eines Tages vorbereitet sein, falls sich die Frage nach einer Trägerschaft nochmals stellen sollte.

„Sozialer Wohnungsbau – das können wir,“ ist sich Hörl zudem sicher. Mit den aktuellen Förderprogrammen müsse man auch Werte innerhalb der Gemeinde schaffen, die dann für Dinge in der Zukunft gebraucht werden. Eine klare Aussage erfolgte von ihm auch im Schuldenbereich. Nicht für den Konsum sollten Schulden gemacht werden, sondern rentierliche Schulden sind für ihn das Schlüsselwort.

Seine Rede rundete er mit seinen Vorstellungen zu bereichsübergreifenden Aufgaben/Querschnittkompetenzen ab. Ehrenamt werde Chefsache, und nachhaltiges Handeln heiße auch Entscheidungen über Generationen hinweg zu treffen, wie bei den Themen Abwasser und Wasserverbrauch, Bebauung der Thomawiese oder bei dem Stichwort Umgehungsstraßen.

Er möchte den Ratschlag von Pater Lukas aus Scheyern annehmen und sich stets die Frage stellen: „Ist das gut für den Menschen?“ Große Beachtung schenkt er auch all den „Kompetenzen, die sich ergänzen“. Jeder ist wichtig, egal in welcher Funktion. Er freue sich auf die Zusammenstellung des neuen Gemeinderats und über die Dynamik, die er bei aktuell allen Gruppierungen spürt. Mit den Worten „Schwabhausen will mehr, Schwabhausen kann mehr, und dafür bin ich der richtige Mann,“ beendete er seine Vorstellung.

Sehr ausführlich stellten sich auch die Anwesenden, die für den Gemeinderat kandidieren, mit ihren Zielsetzungen und Schwerpunkten vor.

Mit den Worten: „Ich bin der Brückenbauer zwischen Stadt und Land“ hat sich gegen Ende der Veranstaltung auch noch Dagmar Wagner, Landratskandidatin der Freien Wähler mit ihren Schwerpunkten in der Landratswahl vorgestellt und sie wünschte dem Bürgermeisterkandidaten Hörl und auch den Gemeinderatskandidaten viel Glück auf ihrem Weg. ROSWITHA HÖLTL

Dagmar Wagner

will Brücken bauen

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben haben Stadtrat und Gemeinderat?

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Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis Dachau, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Zudem können Sie sich in unserem Artikel zu den Landratswahlen über die dort antretenden Kandidaten informieren. Alle weiteren Hintergrundberichte finden Sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis Dachau.

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