Gemeinde Schwabhausen sehr sicher

Nur 17 Straftaten auf 1000 Einwohner

Weit unter dem Landkreisschnitt liegt die Zahl der Straftaten, die vergangenes Jahr in der Gemeinde Schwabhausen begangen wurde. Das verkündete Polizeichef Thomas Rauscher bei einer Bürgerversammlung.

Oberroth/Schwabhausen – Wenn Thomas Rauscher, der Chef der Polizeiinspektion Dachau, bei den Bürgerversammlungen im Landkreis die Verkehrsunfall- und Kriminalitätsstatistik vorträgt, hat er meist leichtes Spiel. Denn es sind in der Regel erfreuliche Entwicklungen, über die der Polizeidirektor berichten kann. Die Zahlen für die Gemeinde Schwabhausen, die Rauscher jetzt zur Bürgerversammlung in Oberroth mitgebracht hatte, toppten allerdings alles.

Demnach kann sich Schwabhausen so ziemlich als die sicherste Gemeinde im Landkreis bezeichnen. Insgesamt nur 109 Straftaten wurden demnach vergangenes Jahr in der Kommune verzeichnet. Seit fünf Jahren geht diese Zahl stetig zurück, so waren 2012 noch 209 Straftaten registriert worden.

Auch wenn man die Häufigkeitszahl anschaut, schneidet Schwabhausen glänzend ab. 2016 kamen gerade Mal 17 Straftaten auf 1000 Einwohner, im Vergleich dazu waren es 36 im Landkreis Dachau. „Das ist wirklich ein sehr, sehr niedriger Wert für Schwabhausen“, freute sich der Polizeichef. Zu guter Letzt hatte Rauscher auch noch zu berichten, dass es vergangenes Jahr in Schwabhausen gerade mal drei Einbrüche gegeben hat. Besser gesagt: Einbruchsversuche. Denn die Einbrecher schafften es jeweils nicht, in die Wohnräume vorzudringen.

Ein bisschen wurde dann noch über die blaue Polizeiuniform diskutiert, die der PI-Chef trug, ansonsten sah sich Thomas Rauscher keinerlei Fragen oder Kritik ausgesetzt.

Das konnte in der Folge Bürgermeister Josef Baumgartner nicht behaupten. Nach seinem Rechenschaftsbericht entwickelte sich eine ausgesprochen lebhafte Debattierrunde. Das reichte von der Kritik, dass die kommunale Verkehrsüberwachung zur falschen Zeit am falschen Ort blitze, bis hin zu einem Rottweiler im Ort, der zum wiederholten Male Menschen und Hunde angegangen sei, ohne dass die Gemeinde etwas unternehme.

Kritische Stimmen kamen auch von der Jugend aus Oberroth, die in Sachen Wasserhaus nachhakte. Baumgartner stellte unmissverständlich klar, dass das alte Wasserhaus ohnehin nie als Jugendtreff genehmigt war, sondern nur als Lagerstätte.

Dass der Gemeindechef in seinem Bericht die sehr gute Jugendarbeit in der Gemeinde herausstellte, wozu auch die finanziellen Mittel der Friedrich-Schiedel-Stiftung beitrügen, rief ebenfalls Widerspruch bei den jungen Leuten hervor. Das ganze schöne Geld werde ins Schwabhauser Juz gesteckt, in Oberroth komme nichts an, musste sich Baumgartner anhören. Auch Ex-Gemeinderat Daniel Haagen schlug in dieser Kerbe, fand das sehr „schade“.

Der Bürgermeister verteidigte sich und erinnerte daran, dass die ehrenamtlichen Betreuerinnen in Oberroth in der Vergangenheit immer unterstützt worden seien. Und wenn die Anwesenheit der Jugendarbeiterin Agnes Kokai gewünscht werde, lasse sich das einrichten.

Bei allen vorgetragenen Anliegen versprach Baumgartner, sich zu kümmern. Das galt auch für den Durchgangsverkehr in der Pfarrer-Schroll-Straße. Autofahrer würden offenbar von ihrem Navigationsgerät dort durchgeleitet, hieß es. Der Bürgermeister will sich hinsichtlich einer 30er Zone kundig machen. Bereits in Planung sei die Kanalsanierung in Oberroth, konnte der Gemeindechef angesichts der Tatsache verkünden, dass es besonders am Blütenanger zuletzt immer häufiger zu Rohrbrüchen komme.

tor

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bergkirchens Altbürgermeister Hubert Huber ist tot
Bergkirchen trauert: Altbürgermeister Hubert Huber, Ehrenbürger der Gemeinde Bergkirchen, ist tot. Er ist am Dienstag an den Folgen eines Unfalls, der vergangene Woche …
Bergkirchens Altbürgermeister Hubert Huber ist tot
Notarztproblem im Dachauer Hinterland
Wer im Dachauer Land akut schwer erkrankt, geht davon aus, dass ihm ein Notarzt hilft. Garantiert ist das aber nicht. Bei der Besetzung der Schichten gibt es vor allem …
Notarztproblem im Dachauer Hinterland
Zu absurd, um unwahr zu sein
Ein Kosovare soll über sein Handy fremdenfeindliche und volksverhetzende Nachrichten verbreitet haben. „Das würde ich nie tun“, erklärte der junge Mann vor dem …
Zu absurd, um unwahr zu sein
Ein Märchen im Wasserbecken
Eine Königsfamilie im Wasser, Taucher mit Leuchtstäben und schwimmende Kinder mit Kerzen: Beim Weihnachtsschwimmen im Indersdorfer Hallenbad führten rund 100 Schwimmer …
Ein Märchen im Wasserbecken

Kommentare