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Um die Instandhaltung des Leichenhauses in Puchschlagen kümmern sich Bürger.  Deshalb mache es doch Sinn, das Haus an die Kirchenverwaltung zu übertragen, schlug CSU-Gemeinderat Franz Frahammer vor.

Bürger kümmern sich um Instandhaltung

Leichenhaus in Puchschlagen wird verkauft

Die Gemeinde wird wohl ihr Leichenhaus auf dem kirchlichen Friedhof in Puchschlagen an die Kirchenstiftung übereignen. Bürgermeister Josef Baumgartner wurde beauftragt, den Verkauf in die Wege zu leiten.

Schwabhausen– Hintergrund war ein Antrag des CSU-Gemeinderats aus Puchschlagen, Franz Frahammer. Er schilderte eine aus Sicht der Puchschlagener unbefriedigende Situation. Denn das Leichenhaus auf dem Friedhof neben der Kirche St. Kastulus sei einerseits komplett von den Puchschlagener Bürgern erbaut worden, die Gemeinde habe damals lediglich das Baumaterial gestellt.

Patzelt: „Letztlich machen die Puchschlagener die Arbeit und sollen bei Benutzung eine Gebühr bezahlen“

Auch sämtliche Instandhaltungsarbeiten sowie die Pflege und Reinigung des Gebäudes werde ehrenamtlich von den Puchschlagenern erledigt. Deshalb mache es doch Sinn, das Leichenhaus an die Kirchenverwaltung zu übertragen.

„Letztlich machen die Puchschlagener die ganze Arbeit und sollen dann bei Benutzung an die Gemeinde eine Gebühr bezahlen. Das sorgt natürlich für Unmut“, stellte sich Max Patzelt von den Freien Wählern auf die Seite des Antragstellers.

Nicht favorisiert hatte die Übereignung zunächst Bürgermeister Baumgartner. Sowohl Bayerischer Gemeindetag als auch das Landratsamt würden die Auffassung vertreten, dass ein Verkauf eigentlich unzulässig sei, weil es sich beim Aufbahren um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handelt. Schon gar nicht dürfe die Gemeinde das Gebäude unentgeltlich der Kirche überlassen. 

Mit Pfarrer Albert Hack habe er deshalb die Idee gehabt, das Leichenhaus der Kirchenverwaltung unentgeltlich zur Nutzung zu überlassen.

Bürgermeister will mit Kirchenstiftung über Preis für Leichenhaus verhandeln

Doch dieser Vorschlag fand im Gemeinderat keine Fürsprecher. Florian Scherf (CSU) erinnerte daran, dass das Leichenhaus der Gemeinde ja schließlich Kosten verursache und es doch sinnvoll sei, „es denen zu übertragen, die es haben und nutzen wollen.“ Kirche, Friedhof und Leichenhaus bildeten ohnehin ein Ensemble. Fritz Büchler von der UBV sah es ähnlich und sprach sich für einen sauberen Schnitt und den Verkauf aus.

Nun soll ein Gutachten den Wert des Puchschlagener Leichenhauses ermitteln und der Gemeindechef dann in Verkaufsverhandlungen mit der Kirchenstiftung treten. Von Torge Wester

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