Ehrungen bei Frei Glück (v.l.): Stehend Maximilian Straucher, Daniel Aschbichler, Michael Medele, Helmut Medele, Heinrich Grunz und Schützenmeister Lorenz Aschbichler; sitzend Lisa Ban, Janine Richter und Anton Liegsalz. Foto: hr
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Ehrungen bei Frei Glück (v.l.): Stehend Maximilian Straucher, Daniel Aschbichler, Michael Medele, Helmut Medele, Heinrich Grunz und Schützenmeister Lorenz Aschbichler; sitzend Lisa Ban, Janine Richter und Anton Liegsalz. Foto: hr

Schützenverein Frei Glück Schwabhausen hat keinen Schießstand mehr – Wirt nennt Gründe

Nur der Blick zurück ist positiv

Der Schützenverein Frei Glück Schwabhausen blickt ungewiss in die Zukunft: Denn der Verein hat keinen Schießstand mehr.

Schwabhausen – Der Schützenverein Frei Glück Schwabhausen hatte zu seiner Jahresversammlung in den Gasthof zur Post eingeladen. Für Schützenmeister Lorenz Aschbichler eine sehr wichtige Zusammenkunft, da die Ehrung der aktuellen Vereinsmeister noch ausstand und die Eröffnung der neuen Schießsaison nicht wie geplant stattfinden wird.

Blickt man zurück auf die vergangene Saison, so war es insgesamt ein sehr positives Jahr, ließ Kassier Heike Fleischhauer verlauten – auch wenn die Corona-Maßnahmen einen abrupten Schlussstrich gezogen haben.

Erfreuliches gab es auch aus sportlicher Sicht. Der Gemeindepokal wurde „sehr siegreich gewonnen“, wie Lorenz Aschbichler voller Stolz mitteilte, und „den neuen Pokal haben wir auch gleich wieder mitgenommen“.

Ausgezeichnete Ergebnisse gab es auch innerhalb des Vereins zu melden. Mit einem „Fuß an Fuß“ gratulierte der Schützenmeister seinen Vereinsmeistern in der Schützenklasse (bewertet werden die 18 besten Wertungen). Den ersten Platz belegte Maximilian Straucher (95,56), auf dem zweiten Platz landete Daniel Aschbichler (93,89), und Michael Medele (93,56) erreichte Rang drei. Bei den Auflegern lag Heinrich Grunz (99,22) vor Helmut Medele (98,89) und Lorenz Aschbichler (97,83), und bei der Jugend/Schüler haben Janine Richter (78,17), Lisa Ban (74,17) und Anton Liegsalz (70,50) hervorragende Ergebnisse erzielt.

Eine besondere Auszeichnung in Form einer Münze gab es für fünf Vereinskollegen, allen voran Helmut Medele, der mit einem Teiler von 18,3 das beste Ergebnis erzielte, gefolgt von Herbert Nassl (27,8), Josef Gibis (32,2), Erika Fischer (34,3) und Franz Aschbichler (36,2).

Weniger rosig ist dagegen der Ausblick bei Frei Glück in Sachen Saisonstart, und das aus mehreren Gründen. Seit Jahren ist bekannt, dass die Schützen ihren Schießstand im Gasthaus zur Post verlassen müssen. Nun ist es soweit, und die Räumung der Anlage ist fast abgeschlossen. Wie es aktuell weitergeht, ist aber immer noch mit einem großen Fragezeichen für alle Verantwortlichen verbunden. Der Vorstand hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und auch mit den befreundeten Vereinen nach Lösungswegen gesucht. Auf der Zielgeraden befindet man sich aber weiterhin nicht.

Nachdem in den vergangenen Wochen Gespräche mit den Schützenkollegen aus Arnbach durchaus positiv verlaufen sind, folgten jetzt erneut schlechte Nachrichten, da Frohsinn Arnbach den Schützenstand bis Ende des Jahres nicht öffnen wird (wir haben berichtet). Für Frei Glück Schwabhausen eine Entscheidung, die den Schützenverein nun dazu veranlasst, ebenfalls den Schießbetrieb für den genannten Zeitraum ruhen zu lassen.

Am Ende der Versammlung nutzte Gastwirt Heinrich Kellerer die Gelegenheit, den anwesenden Vereinsmitgliedern noch einmal persönlich zu erläutern, warum er der weiteren Fortsetzung des Schießbetriebs in seinem Haus nicht mehr zustimmen möchte. Sehr offen und ruhig thematisierte er die Problematik und sprach einige der Ursachen an, die ihn dazu bewogen haben, die Zusammenarbeit zu beenden. Da sei zum einen die räumlich unbefriedigende Situation. Aber Kellerer monierte auch die für ihn fehlende „Unterstützung“. So stelle er seit vielen Jahren den Schützen den Platz zur Verfügung und bekomme dafür wenig „Gemeinschaftlichkeit“ zurück, nicht nur von den Schützen, sondern auch ganz allgemein gesehen. Gleichzeitig beteuerte er, dass ihm das Ganze nicht leicht falle.

Bürgermeister Wolfgang Hörl appellierte schließlich: „Es muss uns gelingen, diesen Verein zusammenzuhalten, Alt und Jung.“

Roswitha Höltl

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