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„Wahnsinn!“ Gerhard Geserer von der Liste Oberroth. 

Gemeinderat Schwabhausen: Große Freude über Wahlergebnis

Oberrother Liste hat auf Anhieb drei Sitze

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Am Ende gab es doch noch Veränderungen in der Sitzverteilung des Schwabhauser Gemeinderats. Ein Stimmbezirk hatte zu spät gemeldet

VON TORGE WESTER

Schwabhausen – Die Meldung des noch ausstehenden letzten Stimmbezirks in der Gemeinde Schwabhausen hat gestern vormittag doch noch einige kleine Veränderungen in der Zusammensetzung des Gemeinderats mit sich gebracht. Beim Auszählen gab es eine Fehlerquelle, der man erst gestern früh auf die Spur kam.

Bei der CSU wird demnach Georg Hillreiner an Stelle von Franz Frahammer in den Gemeinderat zurückkehren. Frahammer wäre der Nachrücker für den Fall, dass sich Florian Scherf in der Bürgermeister-Stichwahl am 29. März – der Termin steht allerdings noch nicht endgültig fest – gegen Wolfgang Hörl vom Bürgerblock Arnbach durchsetzen sollte.

Anders als berichtet, werden die Freien Wähler mit fünf Gemeinderäten einziehen, haben damit einen Sitz eingebüßt, sind damit aber weiter die stärkste Gruppierung. Simon Sedlmair wird deshalb als Fünftplatzierter wieder ins Gremium einrücken. Nachdem die FW zuletzt ja eine Fraktionsgemeinschaft mit dem Bürgerblock Arnbach bildeten, ist diese Konstellation erneut wahrscheinlich. Doch selbst im „günstigsten“ Fall würden die fünf Gemeinderäte der Freien Wähler und die vier des Bürgerblocks Arnbach plus der mögliche Bürgermeister Wolfgang Hörl nur zehn Stimmen ergeben – anders als zuletzt hat der künftige Gemeindechef also in jedem Fall keine absolute Mehrheit mehr im Rücken.   

„Es ist aber gar nicht so wichtig, wer wie viele Sitze im Gemeinderat hat, sondern dass es vernünftige Leute sind“, sagt Max Patzelt, der Vorsitzende der Freien Wähler in Schwabhausen. Er vertraue darauf, dass wie bisher konstruktiv zusammengearbeitet werden, „die wichtigen Entscheidungen haben wir doch alle einvernehmlich getroffen“.

Überraschend nicht mehr einrücken wird Hans Bopfinger, der bei den Freien Wählern auf Platz eins der Liste angetreten ist. Mit 948 Stimmen ließ ihn der Wählerwille auf den sechsten Platz zurückfallen. Bopfinger ist also der erste Nachrücker bei den Freien Wählern. „Das ist eine ganz bittere Pille für Hans Bopfinger und ein herber Schlag für die Fraktion, deren Sprecher er ja ist“, sagt Patzelt.

Bis zuletzt gezittert wurde in Oberroth, ob man tatsächlich auf Anhieb mit drei Sitzen im Rathausparlament vertreten sein würde. Dann durfte gejubelt werden, denn mit Gerhard Geserer, Daniel Haagen (der von von Platz 9 auf 2 vorgehäufelt wurde) und Alfons Hauke ziehen drei Oberrother ein.

Die Freude in Oberroth ist natürlich groß. „Wahnsinn! Wir hatten uns ja zwei Sitze zum Ziel gesetzt. Umso schöner ist es, dass es drei geworden sind“, sagt Listenführer Gerhard Geserer. Das glänzende Ergebnis betrachtet man aber auch als Verpflichtung, „den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden“. Soll heißen, „wir wollen schon zeigen, dass wir nicht nur für Oberroth da sind. Das wäre ja ein Schmarrn!“ Man werde sich in alle Themen einbringen, „auch wenn wir am Anfang noch Lernende sind. Insofern sind wir heilfroh, dass Daniel Haagen dabei ist, der ja schon sechs Jahre im Gemeinderat Erfahrung gesammelt hat.“

Geserer lobt auch den respektvollen Umgang, den der Oberrother Liste im Wahlkampf von den anderen Parteien entgegengebracht worden sei. Genauso sei der Umgang zwischen den drei Bewerbern ums Bürgermeisteramt gewesen.

Jeweils einen Sessel am Schwabhauser Rathaustisch für die Oberrother Vertreter räumen müssen jedenfalls die CSU, die UBV und die Freien Wähler...

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