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Ehrungen beim Stockclub : Vorsitzender Christian Blimmel (l.) zeichnete Ingrid Hauke und Ingrid Trinkl sowie Hilmar Witter aus. 

Mitglieder wollen für sportliche Zukunft aufrüsten

Oberrother Stockclub will „ein Dach drüber“

Schon vor zehn Jahren konnte der Stockclub Oberroth bei seiner Jahresversammlung eine beeindruckende sportliche Bilanz ziehen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Bei der Versammlung im Landgasthof Haagen blickten die Mitglieder erneut auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahr zurück. Auch die Zukunftsaussichten sind mehr als vielversprechend.

Damals war bei der ersten Mannschaft noch die Rede von der Bayernliga Süd, heute ist von der 1. Bundesliga bei der Meisterschaft auf Eis und im Sommer von der 2. Bundesliga auf Asphalt die Rede. Auch im Jugendbereich werden Resultate erzielt, die mehr als beeindruckend sind (Bericht folgt).

Der Vorsitzende Christian Blimmel und seine Kollegen aus dem Vorstand hatten durch die Bank gute bis sehr gute Ergebnisse zu berichten. Auch beim Gemeindepokal gingen die Oberrother wieder als strahlende Sieger hervor.

Grund zum Strahlen hat auch die Jugendmannschaft, da die Vereinskasse nicht nur hervorragend geführt und ausgeglichen ist, sondern auch die Anschaffung von neuem Material zugelassen hat, die eine gute Grundlage für eine weitere Erfolgsserie geben wird.

Die vielen guten Ergebnisse verlangen auf Dauer allerdings auch Investitionen. „Meine Illusion ist da oben mal ein Dach drüber“, erklärte Blimmel. Damit meinte er, dass bei Bundesligaturnieren gewisse Voraussetzungen in Form einer Halle beziehungsweise zumindest eine Dachkonstruktion über den Bahnen für das Spielgeschehen wichtig seien. Momentan könne man bei Bedarf noch zu einem befreundeten Verein ausweichen, aber das könne auf Dauer nicht die Lösung sein. Erste Gespräche mit Bürgermeister Josef Baumgartner hätten ergeben, dass man auf dem Gemeindegelände bei den Stockbahnen den Boden begradigen könne, um dort oben etwas zu bauen. Es sei bis dato aber noch nichts geplant. „Drei Bahnen sind für normale Turniere ausreichend, aber Bundesliga-Spiele mit einer Rückrunde zu gestalten, wird mittlerweile nicht mehr gern gesehen“, so Blimmel. Eine Erweiterung um eine weitere Bahn wäre daher ebenfalls sehr wünschenswert und wichtig.

Laut dem Vorsitzenden seien zwar bereits „Überlegungen zur Finanzierung durchgespielt“ worden und mit der Unterstützung von Sponsoren und Spendengeldern seien „die Ziele durchaus im Bereich des Möglichen“, da zudem 20 Prozent der Kosten von der Gemeinde Schwabhausen und 20 Prozent vom Bayerischen Eissport-Verband zu erwarten seien. Darüber hinaus seien auch eine Photovoltaik-Anlage und im Zuge dessen der Verkauf der Fläche ein Gesichtspunkt, „der näher betrachtet“ werden könne.

Zu gerne hätten einige Versammlungsteilnehmer auf Blimmels Ausführungen hin gewusst, in welchem Kostenrahmen man sich hier bewege, doch der Vorsitzende entgegnete, dass man sich „momentan noch auf der Vorstufe zur Angebotseinholung“ befinde.

„Ihr seid einer der stärksten Vereine in Bayern und habt eine Top-Jugend! Treibt es voran!“, lobte Albert Zitzelsperger und bestätigte Blimmel in dem Wunsch nach einer Neuausrichtung des Sportgeländes. Grundsätzlich seien „fast alle dafür, dass jetzt Angebote eingeholt werden“.

Entscheidend sei aber, dass man nur mit dem Geld rechne, das auch tatsächlich zur Verfügung stehen wird, gab Alfons Hauke zu bedenken. Ebenfalls ist für ihn das Vereinsleben wichtig. Mittlerweile würden so viele verschiedene Meisterschaften geschossen, dass aus Zeitgründen oft ein weiterer Einsatz an normalen Trainingstagen nicht mehr gegeben sei. Die Waage zwischen Turnieren und Vereinsleben gerate langsam in ein Ungleichgewicht. Vereinzelter Applaus gab seinen Bedenken recht, und Vereinsvorsitzender Blimmel stand den Ausführungen ebenfalls sehr aufgeschlossen gegenüber.

Die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder rundete die Versammlung ab. Margerete Hauke und Ulli Gerland wurden dabei zu Ehrenmitgliedern ernannt, für 25-jährige Mitgliedschaft bekamen Ingrid Hauke, Irene Trinkl und Maximilian Thaller die Anstecknadel in Gold. 20 Jahre dabei sind Monika Gerland, Ulli Gerland, Pfarrer Werner Kellermann und Hilmar Witter und für 15 Jahre Mitgliedschaft wurde Edeltraud Lachner ausgezeichnet. Roswitha Höltl

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