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Der wiedergewählte Vorstand der SRK Schwabhausen (v.l.): Wolfgang Hajdu, Albert Winkler, Stefan Schmidhofer und Max Gailer mit Neumitglied Frau Oberstabsveterinär Christine Eimler und den Bürgermeistern Josef Baumgartne r (r.) und Wolfgang Hörl (l.).

Soldaten- und Reservistenkameradschaft Schwabhausen

Sorge um den Altersdurchschnitt

Sorgen wegen des hohen Altersdurchschnitts macht sich die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Schwabhausen.

Schwabhausen – Albert Winkler steht weiter an der Spitze der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Schwabhausen. Bei der von 33 stimmberechtigten Mitgliedern besuchten Jahresversammlung im Gasthof zur Post wurde er einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig für die nächsten drei Jahre bestätigt wurden sein Stellvertreter Max Gailer, der 3. Vorsitzende Stefan Schmidhofer, Kassier Wolfgang Hajdu und die Kassenprüfer Johann Pabst junior und Erhard Schmid.

Dem Kassenbericht von Wolfgang Hajdu war zu entnehmen, dass der Verein auch im abgelaufenen Jahr gut über die Runden kam. Erwähnung fand die Kriegsgräberfürsorge, die der Verein zum Teil aus den Haussammlungen von Anni Sonnenberger und aus der Vereinskasse unterstützt.

In seinem Rückblick ließ Albert Winkler, der in Personalunion auch die Schriftführeraufgaben übernommen hat, die Vereinsaktivitäten der vergangenen drei Jahre Revue passieren. Zu den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben gehören die Pflege des Kriegerdenkmals, des Heimatvertriebenengrabes auf dem Friedhof und der Stalingradkapelle, die Ausrichtung des Volkstrauertages, die jährliche Friedensandacht an der Kapelle sowie der Vereinsausflug im Sommer.

Aber auch Sorge „um seinen Verein“ schwang bei den Ausführungen von Winkler mit. Zu schaffen machen ihm der Rückgang der Mitgliederzahl und die Altersstruktur. Aktuell zählt der Verein 147 Mitglieder, darunter sind noch vier Kriegsteilnehmer. Das Durschnittsalter beträgt 65 Jahre. „Prioritäten müssen deshalb bei der Gewinnung neuer, jüngerer Mitglieder gesetzt werden, und den Verein für diese Gruppe attraktiver zu machen“, sagte Winkler.

Als Ersatz für den langjährigen Kanonier Georg Gasteiger, der mit Vollendung seines 75. Lebensjahres in den Ruhestand ging und zum Ehrenmitglied ernannt wurde, konnte Max Gailer als Nachfolger gefunden werden. Mit Anton Burgmair gibt es sogar einen Stellvertreter, der ebenfalls die Ausbildung an der Kanone absolviert hat.

Auch mit weiblicher Verstärkung und sogar einem Novum kann die SRK aufwarten. Die 26-jährige Katharina Hajdu ist im vergangenen Jahr beim Volkstrauertag als Fahnenbegleiterin eingesprungen und hat sich nicht nur entschlossen, dabei zu bleiben, sondern konnte sogar noch ihren Bruder für diese ehrenvolle Aufgabe gewinnen. Ein Problem stellt aber nach wie vor das Ausrücken der Fahnenabordnung während der Woche zum Beispiel bei Beerdigungen dar, weil Fahnenträger und Begleiter berufstätig sind.

Eine große Freude für Albert Winkler war es, der Versammlung Frau Oberstabsveterinär Christine Eimler vorzustellen, die seit 2014 mit ihrer Familie in Schwabhausen lebt und als neues Mitglied in die SRK eingetreten ist. „Frau Eimler erhöht nicht nur unseren Frauenanteil, sondern hat den Altersdurchschnitt auch gewaltig nach unten gedrückt“, meinte Winkler augenzwinkernd.

Bürgermeister Josef Baumgartner, der zuvor zusammen mit Vize Wolfgang Hörl die Neuwahlen geleitet hatte, bedankte sich in seinem Grußwort für die wertvolle Friedensarbeit des Vereins und die Bereicherung des Dorflebens. Bevor der harmonisch verlaufene Abend mit der Vorführung der beachtenswerten Dokumentation „Osama Bin Laden – der Prophet des Terrors“ zu Ende ging, gab Albert Winkler noch die geplanten Aktivitäten bekannt. Der Verein feiert 2020 sein 100-jähriges Bestehen.

ela

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