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Vorführung auf freiem Feld: Mehr als 50 interessierte Landwirte kamen zu der Veranstaltung des Maschinenrings.

Maschinenring informiert

Wenn Gülle geruchslos ausgebracht wird

Auf einem Feld zwischen Puchschlagen und Oberbachern begrüßte Josef Brandmair, Vorsitzender des Maschinenrings, mehr als 50 interessierte Bauern. Es ging um Gülle.

Puchschlagen – Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr schärfere Regelungen zur Düngeausbringung verabschiedet. Welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen, im Bereich der Arbeitstechniken Veränderungen bzw. Optimierungen zuzulassen, war für den Maschinen- und Betriebshilfsring Dachau/München Nord Anstoß, die Landwirte aus dem Landkreis zu einer Vorführung für die Gülleausbringung einzuladen.

Auf einem Feld zwischen Puchschlagen und Oberbachern begrüßte Josef Brandmair, Vorsitzender des Maschinenrings, mehr als 50 interessierte Bauern. In Zusammenarbeit mit Franz Strasser aus Puchschlagen, der Terra-Güll GbR in Dachau, Anton Kistler aus Laimering und Simon Wallner aus Goppertshofen, wurden verschiedenste Techniken präsentiert.

Bekannt ist die Düngung mit sogenannten Breitverteilern. Diese geht einher mit einer gewissen Geruchsbelästigung, aber auch mit Nährstoffverlusten. Moderne Techniken, mit denen die Gülle in einem Arbeitsgang ausgebracht werden kann, bieten die Gülle-Verschlauchung, der Scheibenschlitzverteiler, die Scheibenegge und der Schleppschuhverteiler.

Wie funktionieren diese Systeme, welche Vorteile ergeben sich und welche Verfahrensweisen eignen sich für welche Böden? Gezeigt wurden die kurzen Vorbereitungszeiten und die bodennahe Einbringung. Außerdem wurde auf die bessere Ausnutzung der Inhaltsstoffe hingewiesen und darauf, dass diese Arbeitsweisen tatsächlich geruchsneutral sind. Deutliche Vorteile ergeben sich auch bei den tatsächlichen Einsatzzeiten auf dem Feld – und Güllespuren auf den Zubringerstraßen gehören dann ebenfalls der Vergangenheit an.

„Die neue Verordnung bringt neue Herausforderungen mit sich“, sagte Brandmair. Weil Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten die Stickstoffüberschüsse aus der Landwirtschaft nicht hinreichend reduzieren konnte, leitete die EU gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren ein. Die Änderungen der Düngegesetzgebung sollen nun dafür sorgen, dass die Effizienz der Düngung erhöht, die Gewässer besser geschützt und die Ammoniakemissionen reduziert werden.

Brandmair bedankte sich bei den vielen Anwesenden und hoffte, dass jeder mit vielen Anregungen den Nachhauseweg antrat. Weitere Unterstützung bietet Michael Popp, Landwirtschaftsmeister und Fachmann für die neue Verordnung, an. Für eine bedarfsgerechte Düngung sei er der richtige Ansprechpartner, sagte Brandmair. Popp bemerkte während der Vorführungen, dass „viel hilft viel“ nicht immer der richtige Ansatz sei.

Eine kritische Stimme gab zu bedenken, dass sich die Ergebnisse für Deutschland, aufgrund derer die Verordnung geändert wurde, auf unzureichendes Datenmaterial stützen würden. Ein weiterer Besucher merkte an, dass man sich die neuen Techniken allerdings auch leisten können müsse.

In Fällen wie diesen ist allerdings der Maschinenring ein zuverlässiger Partner, und seine Möglichkeiten zur Unterstützung und Koordination sind mit eine seiner Kernkompetenzen.

hr

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