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Sie alle haben so eine hölzerne Schulbank gedrückt: Erinnerungen wurden wach bei (von links): Stehend Ernst Spiegel, Prof. Wilhelm Liebhart, Josef Baumgartner und Heinrich Loderer; sitzend Josef Mederer und Gerhard Hainzinger.

Historische Ausstellung in Schwabhausen

Vom Leben und Arbeiten in den 50ern

Wie überall im Landkreis zieht die Ausstellung „Die 50er Jahre im Landkreis Dachau – Wirtschaftswunder und Verdrängung“ auch die Schwabhauser in ihren Bann. Die Ausstellung ist im Rathaus zu sehen.

Schwabhausen – Die Wanderausstellung „Die 50er Jahre im Landkreis Dachau – Wirtschaftswunder und Verdrängung“ macht jetzt auch Station in Schwabhausen. Die Geschichtswerkstatt im Landkreis Dachau unter der Leitung von Dr. Annegret Braun zeigt dabei, wie die Menschen in der Gemeinde Schwabhausen und im restlichen Landkreis die 50er Jahre erlebten.

Zum Auftakt kamen zahlreiche Besucher ins Rathaus, um sich die Ausstellung anzusehen und dabei viele Erinnerungen aufleben zu lassen. Ergänzt wird die „Kernausstellung“ mit ihren Schautafeln und einem typischen Wohnzimmer mit Nierentisch und Röhrenfernseher, von zahlreichen Exponaten aus der Gemeinde Schwabhausen, die alle eine eigene Geschichte erzählen.

Angefangen bei dem Oldtimer-Bulldog, der die Besucher bereits vor dem Eingang begrüßte, bis hin zu Leihgaben wie einer Musikbox mit Single-Schallplatten, einer Rechenmaschine und Fotoapparaten und zwei wunderschön restaurierten Motorrädern aus den 50er Jahren, die von Johann Böck und Josef Baumgartner zur Verfügung gestellt wurden.

Die Schwabhausener Heimatforscher Heinrich Loderer, Ernst Spiegel und der leider inzwischen verstorbene Geschichtswerkstatt-Leiter Professor Helmut Beilner haben in mühevoller Kleinarbeit viele Fotos und Dokumente zusammengetragen, die Zeugnis vom Leben und Arbeiten in den 50er Jahren in der Gemeinde Schwabhausen geben.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die wirtschaftliche Entwicklung von Betrieben und Geschäften und die Integration der Flüchtlinge in die Gemeinde Schwabhausen gelegt. So wurde zum Beispiel dem im April verstorbenen Motorad-Rennfahrer Horst Kassner, der in den 50er Jahren internationale Erfolge feiern konnte, eine eigene Schautafel gewidmet. 

Zu sehen ist auch, wie die Wasserversorgung und die Kanalisierung als Grundlage für weitere Bautätigkeiten durchgeführt wurden und so zur Entwicklung Schwabhausens zu einer lebens- und liebenswerten Gemeinde beigetragen haben.

Die sehenswerte Ausstellung kann noch bis Ende dieser Woche zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus besucht werden. Am Freitag, 7. Juni, ist darüber hinaus bis 18 Uhr geöffnet.

ela

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