Die Gemeinde Schwabhausen  will  17  Messanlagen anschaffen, um die Geschwindigkeit der Autofahrer  zu kontrollieren (Symbolbild)..
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Die Gemeinde Schwabhausen will 17 Messanlagen anschaffen, um die Geschwindigkeit der Autofahrer zu kontrollieren (Symbolbild).

Geschwindigkeitsanzeigen an jedem zweiten Ortseingang

Gegen die Raser: Schwabhausen bekommt 17 Tempomessgeräte

  • Torge Wester
    vonTorge Wester
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Wer künftig motorisiert durch die Gemeinde Schwabhausen fährt, wird regelmäßig darauf hingewiesen, wie schnell er gerade unterwegs ist: Der Gemeinderat hat beschlossen, 17 Geschwindigkeitsanzeigen anzuschaffen.

Schwabhausen - Die Gemeinde Schwabhausen wird 17 Geschwindigkeitsmessgeräte anschaffen. „Wir wollen erreichen, die Geschwindigkeit zu reduzieren, ohne den Verkehr abzuwürgen“, begründete Bürgermeister Wolfgang Hörl die Anschaffung, die seit längerem geplant und breiter Konsens im Gemeinderat ist.

Dass immer wieder zu schnell im Gemeindegebiet gefahren wird, belegen die Zahlen: Allein im vergangenen Jahr wurden 2077 Verstöße gegen bestehende Geschwindigkeitsbegrenzungen geahndet, wie die Verwaltung vom Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern mitgeteilt bekam. Seit 2013 ist die Gemeinde Mitglied beim Verband, der den Auftrag hat, den fließenden Verkehr in der Gemeinde 25 Stunden im Monat zu überwachen, sprich: Blitzer aufzustellen.   

Und Untersuchungen hätten gezeigt, dass eine durchschnittliche Verringerung der Geschwindigkeit um nur fünf Stundenkilometer eine Reduzierung von Verkehrsunfällen um bis zu 20 Prozent bewirken könne, war der Tischvorlage der Gemeinderatssitzung zu entnehmen.

Die guten Erfahrungen, die umliegende Gemeinden mit den Geschwindigkeitsanzeigen gemacht hätten, sprächen auch dafür, dass Schwabhausen jetzt nachzieht: Die gemessene Geschwindigkeit sei nachweislich reduziert worden.

„Das ist ja schon von Ihrem Vorgänger Josef Baumgartner vor über zwei Jahren auf den Bürgerversammlungen versprochen worden, wir hängen da gewaltig hinterher“, sagte Daniel Haagen (Liste Oberroth), der deshalb hofft, „dass das jetzt zügig kommt“!

„Wir geben Gas und schauen, dass wir das schnell umsetzen“, versicherte der angesprochene Wolfgang Hörl. Josef Reischl fand zwar, „dass wir nicht gleich mit 17 Stück, sondern vielleicht mal mit acht anfangen sollten. Denn richtige Raser erwischt man nur mit einem Bußgeld!“ Doch Wolfgang Hörl erinnerte daran, dass der „alte“ Gemeinderat sogar von allen Ortseingängen ausgegangen sei, das wären um die 30.

17 Geschwindigkeitsanzeigen sollen angeschafft werden. Zwei Geräte werden mobil eingesetzt, die anderen 15 fest an Ortseingängen installiert. Schwabhausen, Oberroth und Stetten bekommen jeweils drei Stück, Arnbach, Puchschlagen und Rumeltshausen jeweils zwei. Ausgewählt wurden Ortseingänge, an denen besonders oft zu schnell gefahren wurde:

Schwabhausen

Augsburger Straße, von Oberroth kommend; Münchner Straße, von Stetten kommend; Arnbacher Straße, von Arnbach kommend.

Stetten

Dorfstraße, von Rumeltshausen kommend; Dachauer Straße, von Schwabhausen kommend; Dachauer Straße, von Dachau kommend.

Rumeltshausen

Dorfstraße, von Sigmertshausen kommend; Dorfstraße, von Stetten kommend.

Arnbach

Erdweger Straße, von Erdweg kommend; Indersdorfer Straße, von Indersdorf kommend.

Oberroth

Friedberger Straße, von Wiedenzhausen kommend; Aichacher Straße, von Großberghofen kommend; Aichacher Straße, von Schwabhausen kommend.

Puchschlagen

Hauptstraße, von Stetten kommend; Hauptstraße, von Kreuzholzhausen kommend.

Man werde im Übrigen eine „Mittelklasse-Ausführung“ besorgen, erklärte der Bürgermeister. Das heißt, nur die Geschwindigkeit wird von den Geräten angezeigt, keine Nachrichten oder Grußbotschaften werden möglich sein. Die Verwaltung kalkuliert mit Stückkosten von etwa 2000 Euro: „Damit werden wir deutlich unter dem Haushaltsansatz bleiben!“ Der Gemeinderat segnete das einstimmig ab.

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