Zwei Häuser
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Wie es an der Kirchenstraße in Schwabhausen weitergeht, ist wieder völlig offen. Links das Gebäude, in dem früher auch der Kindergarten St. Michael sein Zuhause hatte, rechts das Jugendzentrum.

Vorstellung der Grobplanung

Bauhofhalle, Juz und Schießstand: Neues Gebäude südlich des Schwabhauser Bauhofs soll mehrfach genutzt werden

  • Torge Wester
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Ein neues Bauhofgebäude mit zusätzlichen Räumen für den Schützenverein und das Jugendzentrum sowie Sanierung oder Neubau in der Kirchenstraße in Schwabhausen – für diese beiden anstehenden Großprojekte hat der Gemeinderat den Grobplanungen zugestimmt.

VON TORGE WESTER

Schwabhausen - Die beauftragten Architekten Peter und Viola Gossner – Vater und Tochter – waren in den großen Saal des Arnbacher Sportheims gekommen, wohin der Gemeinderat ausgewichen war, um die Entwurfsplanungen samt Kostenschätzungen vorzustellen.

Die Pläne sehen vor, dass an der Stelle, wo früher die Skateranlage stand, also südlich des bestehenden Bauhofgebäudes, ein 36 Meter langes und 18 Meter breites Gebäude neu errichtet werden soll. Es sollen dabei mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Denn neben der Nutzung eines Geschosses für den Bauhof würde das Untergeschoss, das aufgrund der Hanglage ebenfalls ebenerdig erreichbar sein wird, für einen Schießstand von Frei Glück Schwabhausen genutzt, sowie für das Jugendzentrum. Denn für beide Einrichtungen wird jeweils eine neue Heimat gesucht: Der Schützenverein ist schon lange auf der Suche nach neuen Räumen, weil ihm der Wirt des Gasthauses zur Post gekündigt hat. Und das Jugendzentrum kann nicht an seinem jetzigen Standort an der Kirchenstraße bleiben, weil das kleine Gebäude nicht mehr saniert werden kann und abgerissen werden soll.   

Ein wenig Diskussionen gab es in der Sitzung, ob zum einen der Platz für die Jugend ausreicht und zum anderen, ob nicht Konflikte mit den Schützen denkbar seien. Denn Jugendzentrum und Schützenverein werden nach den Plänen neben ihren eigenen Räumen gemeinsam einen großen Multifunktionsraum nutzen. „Konflikte zwischen der Jugend und den Schützen sind doch da vorprogrammiert“, fürchtete etwa Thomas Hack von der UBV. Außerdem seien die Räume für die Jugend „definitiv zu klein“. Es sei jedenfalls gegenüber dem Jetzt-Zustand keine Verbesserung, die man aber erwarten könne, „wenn etwas Neues geschaffen wird“. Auch auf den Einwand von Architekt Gossner und Bürgermeister Wolfgang Hörl, es handele sich nur um eine Vorplanung, ja: eine Studie, blieb Hack bei seiner ablehnenden Haltung. Sicher könne man im Detail später noch etwas ändern, aber „durch die Kubatur des Gebäudes ist das Platzangebot halt beschränkt“.

Nachdem auch Markus Arnold von der CSU davor warnte, das räumliche Juz-Angebot zu verkleinern, sah sich Hörl zu einer grundsätzlichen Stellungnahme aufgerufen. Die Mehrfachnutzung von Räumen werde in der Zukunft die Regel werden, „wir können es uns nicht leisten, dass jemand einen Raum zwei Stunden an einem Tag der Woche nutzt“, spielte er auf die Blaskapelle an.

Zudem würden die Jugendlichen direkten „Zugang zu einem der besten Sportgelände im ganzen Landkreis“ mit viel Freizeitmöglichkeiten erhalten, betonte Hörl. Bestärkt wurde er von einigen Wortführern wie Daniel Haagen (Liste Oberroth), der vom „Besten, was die Jugend bekommen kann“, sprach, oder Fraktionskollege Gerhard Geser: „Jugendarbeit definiert sich nicht über Flächen und Zahlen, sondern über Inhalte.“ Und Florian Scherf (CSU) schlug vor, mit dem Begriff „Juz-Multifunktionsraum“ klarer zu machen, wer hier den Hut auf habe. Obwohl es nur eine Grobplanung ist, kamen schon einige Detail-Anregungen aus dem Gremium (Bericht folgt), das schließlich mit 18:2 gegen die Stimmen von Thomas Hack und Fritz Büchler zustimmte.

Das Landkreiswetter

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