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Im Kindergarten an der Schwabhauser Agricolastraße gab es zuletzt Probleme. Der Träger der Einrichtung musste daher zuletzt im Gemeinderat einige Fragen beantworten.

Viele Fragen und ein Appell an Denk mit!

Kindergarten-Träger muss sich Fragen der Schwabhauser Gemeinderäte stellen

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Es läuft nicht rund im Kindergarten an der Agricolastraße. Das mussten die Vertreter des Trägers Denk mit! einräumen. Im Gemeinderat nahmen sie zu den Vorwürfen Stellung.

Adrian Storp war persönlich nach Schwabhausen gekommen. Und der Geschäftsführer von Denk mit! hatte mit Personalleiter Markus Fuchs, Regionalleiterin Kerstin Koberling und Kinderhaus-Chefin Melissa Süß (Zwerge an der Augsburger Straße) ordentlich Verstärkung mitgebracht. Diese Verstärkung war auch nötig, denn der Träger des Kindergartens an der Agricolastraße in Schwabhausen – seit 2016 – musste einige Fragen und Vorhaltungen aus dem Gemeinderat über sich ergehen lassen.

Zentraler Vorwurf war die Tatsache, dass die betroffenen Eltern erst am 29. August von Denk mit! ein Schreiben erhalten hatten, dass die Kindergartengruppe aufgrund Personalmangels nicht öffnen könne – also wenige Tage vor dem geplanten Start. Betroffen waren 19 Kinder bzw. deren Eltern, die darauf vertröstet wurden, dass nun versucht werde, die Gruppe im November zu öffnen.

„Wir sind auch nicht zufrieden mit dieser Situation und können die Enttäuschung der Eltern gut nachvollziehen“, erklärte Adrian Storp. Und Kerstin Koberling erläuterte, wie es zu dem Personalproblem gekommen sei: „Wir haben im August, als die Einrichtung ja ihre Schließzeit hatte, Kündigungen von Erzieherinnen bekommen.“ Diese habe man dann kurzfristig nicht kompensieren können, weil keine neuen Bewerbungen vorlagen. Schlimmer noch: Man habe sogar überlegen müssen, die Betreuungszeiten für die verbleibenden Gruppen zu reduzieren. Das habe man dann aber zum Glück mithilfe einer Neueinstellung und einer „Umsetzung“ doch noch vermeiden können.

Die Personalsituation und die versprochene hohe Flexibilität sei ja gerade einer der Hauptgründe gewesen, warum sich der Gemeinderat 2016 für Denk mit! als neuen Träger für den Kindergarten an der Agricolastraße entschieden habe, erinnerte 2. Bürgermeister Wolfgang Hörl (Bürgerblock Arnbach). Nun sei weder die personelle Seite mit hoher Fluktuation noch die „Qualität der Betreuung“ so, „wie wir uns das wünschen würden“, kritisierte Hörl. Das würden immer wieder Elternreaktionen zeigen. „Ich bitte um Verständnis, dass wir da nicht zuschauen können. Bitte bringen sie das Schiff wieder in ruhiges Fahrwasser!“

In deutlich ruhigerem Fahrwasser steuert derweil unter Leiterin Melissa Süß die zweite Denk mit!-Einrichtung in Schwabhausen, das Kinderhaus mit Hort und Krippe an der Augsburger Straße (neben der Grundschule). Süß, die mittlerweile bei Denk mit! auch Gebietsleiterin für Schwabhausen ist, berichtete von einem stabilen Team und einer guten Stimmung in ihrem Kinderhaus, während der Ruf des Kindergartens an der Agricolastraße gelitten habe – nicht zuletzt durch: „die Presse“. Deshalb: „Jeder weitere negative Pressebericht ist nicht gut für das Haus und für das Personal!“ Denn das mache die Suche nach neuem Personal schwierig.

CSU-Bürgermeister-Kandidat und Fraktionssprecher Florian Scherf sprang ihr zur Seite. Er fand es „schade, dass das jetzt zum Wahlkampfthema geworden ist“, konkret, dass die Freien Wähler mit einem entsprechenden Antrag an die Öffentlichkeit gegangen seien. Damit hätten sie auch eine am Runden Tisch getroffene Vereinbarung gebrochen. Der Sozialreferent: „Ich weiß nicht, was diese Diskussion hier bringen und wohin das führen soll. Das ist nicht hilfreich!“

„Rund um die Uhr“ habe die Gemeindeverwaltung an Lösungen gearbeitet, betonte Scherf. Von den 19 betroffenen Kindern sind drei vorübergehend im anderen Denk mit!-Haus untergekommen, für sechs weitere haben die Eltern gekündigt, während zehn weitere keine Betreuungsmöglichkeit haben, so Kerstin Koberling. Und: Man tue wirklich alles, um das nötige Personal bis November zu bekommen.

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