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Leni Baumgartner starb mit 91 Jahren.

Sie war Trägerin der Bürgermedaille

Schwabhausen trauert um Leni Baumgartner

Schwabhausen trauert um Magdalena Baumgartner, die im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Viele Vereine und die Bücherei gäbe es ohne ihr Engagement so heute nicht.

Schwabhausen –  Die Leni, wie sie von allen genannt wurde, trug stets ein Lächeln auf den Lippen, hatte für jeden ein freundliches Wort und zählte durch ihre herzliche Art zu den beliebtesten Bürgerinnen Schwabhausens. Als Ehefrau des früheren Schwabhausener Bürgermeisters und Landtagsabgeordneten Josef Baumgartner und Mutter des amtierenden Bürgermeisters Josef Baumgartner war sie es zwar gewohnt, im Licht der Öffentlichkeit zu stehen, aber sie ist dabei immer bescheiden geblieben und hielt sich möglichst im Hintergrund.

1950 hat die gebürtige Arnbacherin Josef Baumgartner geheiratet und wurde zur „Schwabhauserin“. Sie arbeitete im Baugeschäft der Familie mit, führte den großen Haushalt, zog vier Kinder groß und hielt dem Ehemann den Rücken frei für seine politischen Tätigkeiten.

Daneben übernahm Leni Baumgartner Aufgaben in der Pfarrei und in mehreren Vereinen. Als Pfarrgemeinderatsvorsitzende erweckte sie einst die fast eingeschlafene Pfarrbücherei wieder zum Leben und begründete 1980 die heutige Gemeindebücherei mit, wo sie bis vor wenigen Jahren noch regelmäßig ehrenamtlich mitarbeitete.

Auch an der Wiedergründung des Gartenbauvereins hatte sie großen Anteil, ebenso wie bei der Gründung des katholischen Frauenbundes Schwabhausen und der Frauengymnastik beim TSV Schwabhausen. Für ihr ehrenamtliches Engagement bekam sie bereits 1997 die Bürgermedaille der Gemeinde Schwabhausen verliehen.

Obwohl Leni Baumgartner schon einen Sohn und den Ehemann zu Grabe tragen musste, hat sie sich ihre positive Lebenseinstellung bis zum Ende bewahrt. Mit Hingabe widmete sie sich ihrem wunderschönen Garten und war kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen und Konzertbesuchen gegenüber sehr aufgeschlossen. Mit dazu gehörten auch der Seniorennachmittag und die Seniorengymnastik, die sie bis zum Schluss besuchte.

In den vergangenen Jahren forderte das hohe Alter seinen Tribut, und Leni Baumgartner musste langsamer tun. Besonders betrübte es sie, dass sie nicht mehr in ihrem Garten arbeiten konnte.

Trotzdem konnte sie sich mit Unterstützung ihrer Tochter Ernestine noch bis zum Schluss alleine versorgen und war glücklich darüber, dass ihre beiden Söhne mit ihren Frauen und die fünf Enkel regelmäßig bei ihr vorbeischauten. Ihr Haus war Anlaufstelle für die gesamte Großfamilie, und besonders die drei Urenkel besuchten sie bei jedem Spaziergang gerne, denn bei der „Leni-Oma“ gab’s immer Gummibärle und man durfte im großen Garten auch Fußball spielen und herumtoben.

In der vergangenen Woche musste sie sich einem Krankenhausaufenthalt unterziehen, aber noch vor einer geplanten Operation hörte ihr Herz am Freitag einfach auf zu schlagen. Um Leni Baumgartner trauern besonders ihre Tochter Ernestine sowie die Söhne Franz und Josef mit ihren Familien.

Am morgigen Dienstag wird um 18.30 Uhr in St. Michael ein Rosenkranz gebetet, der Seelengottesdienst mit anschließender Beerdigung findet am Mittwoch, 29. Januar, um 10 Uhr statt.

EDELTRAUD LACHNER

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