Zusammen mit einigen Seminaristen verteilte Pfarrer Inje im Dorf Pinakadimi Lebensmittel an rund 100 Menschen, die dafür überaus dankbar sind.
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Zusammen mit einigen Seminaristen verteilte Pfarrer Inje im Dorf Pinakadimi Lebensmittel an rund 100 Menschen, die dafür überaus dankbar sind. 

Corona in Indien

Pfarrer Inje: „Die meisten bei uns leiden große Not“

Vor allem arme Menschen leiden in Indien an den Folgen der Corona-Beschränkungen. Dr. Paul Inje will helfen - und hofft auf Unterstützung aus Bayern.

Schwabhausen – Auch Indien, die Heimat des früheren Schwabhausener Pfarrers Dr. Paul Inje, wird von der Corona-Pandemie stark gebeutelt. Der Pfarrer schreibt in seiner E-Mail, dass er sich freut, wenigstens auf diesem Weg mit seinen ehemaligen Pfarreimitgliedern und allen Freunden und Unterstützern kommunizieren zu können, nachdem wohl für längere Zeit eine Reise in „das schöne Bayern“ nicht möglich sein wird.

Er schreibt weiter, dass trotz der in Indien herrschenden Ausgangssperre das Osterfest sehr andächtig und hingebungsvoll gefeiert wurde und in der Mitternachtsmesse alle Mitmenschen in die Gebete mit eingeschlossen wurden. Seine Patenkinder und einige Seminaristen befinden sich zurzeit in den Sommerferien und sind so einer Ansteckungsgefahr weniger ausgesetzt als im laufenden Schulbetrieb.

„Im Fall einer Infektion ist die medizinische Versorgung, wie zum Beispiel mit Beatmungsgeräten, hauptsächlich der reicheren Bevölkerung vorbehalten, und es fehlt besonders in den ländlichen Gegenden an Desinfektionsmitteln und Schutzmasken. Die meisten Menschen bei uns leiden unter großer Not, denn die zahlreichen Tagelöhner werden nur für die Stunden entlohnt, die sie auf den Feldern oder auf einer Baustelle ableisten. Und diese Arbeiten sind wegen der Ausgangssperre weitgehend untersagt. Die Menschen können sich deshalb auch keine Lebensmittel mehr kaufen“, berichtet Pfarrer Inje. Er verteilt an besonders betroffene Familien Reis, Kartoffeln, Linsen und Öl.

Diese Aktionen sind aber nur die berühmten „Tropfen auf den heißen Stein“, und deshalb bittet Pfarrer Inje, die Unterstützung noch etwas auszuweiten, soweit es die finanzielle Situation erlaubt. „Wie es in unserem Land – genauso wie auf der ganzen Welt – weitergeht, weiß nur der liebe Gott“, beendet Dr. Paul Inje seinen Bericht und ruft zu Geduld und Gottvertrauen auf.

Wer die Hilfsprojekte von Pfarrer Inje unterstützen und mitfördern möchte, kann dies mit einer Spende tun. Bei Überweisungen auf das Konto von Missio München bei der Liga Bank IBAN DE96 75090300 0800080004 mit dem Verwendungszweck „Inje-Schulbildung-Kinder-Indien“ wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Wird keine Spendenquittung benötigt, kann auch auf das Konto von Dr. Paul Inje bei der Volksbank Raiffeisenbank Dachau, IBAN DE69 70091500 0003409597 eingezahlt oder überwiesen werden. Wer eine Patenschaft für ein indisches Kind übernehmen möchte, kann sich direkt bei Pfarrer Inje unter Telefon 0091 955 3190 446 informieren.

Edeltraud Lachner

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