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„Steht ein Bauwagen im Maienwald“, sangen die Kinder des Schwabhauser Naturkindergartens voller Inbrunst – und weihten damit gleich ihren neuen Bauwagen ein. 

Schwabhauser Kinder feiern

Ein neuer Bauwagen für den ersten Naturkindergarten im Landkreis

Mitten im Wald begrüßte der Vorsitzende Eckart Wolfrum die Vereinsmitglieder des Naturkindergartens Schwabhausen und die beiden amtierenden Bürgermeister Josef Baumgartner und Wolfgang Hörl zur Einweihung des neuen Bauwagens.

Schwabhausen – 17 Jahre war der alte Bauwagen ein wertvoller Begleiter, aber „irgendwann war er hin und die Mäuse waren drin“, so dass es Zeit war für einen Neuen. Einzelne Teile konnten weiterverwendet werden, vieles musste neu geschaffen werden, wobei das Wort „neu“ durchaus auch mit „recycelt“ gleichzusetzen ist. In der Zeit, in der der neue Bauwagen er- bzw. geschaffen wurde, lag „Adrenalin in der Luft“, verdeutlichte Wolfrum. Er ließ noch einmal Revue passieren, was in dieser Zeit alles passierte, wie man kostengünstig die Neuanschaffungen vom Material bewerkstelligte und kostenneutral die Entsorgung schaffte. Der anfänglich verabschiedete finanzielle Zuschuss seitens der Gemeinde von 24 430 Euro musste zwar nochmals um 3200 Euro erweitert werden, aber das Ergebnis präsentiert sich jetzt als eine sehr lohnende Investition. Ebenfalls sehr dankbar war das Kindergarten-Team für all die materielle Unterstützung – vom Gerüst bis hin zum Dachfenster.

Anschließend nahm Baumgartner die Chance wahr, ebenfalls ein großes Dankeschön an Wolfrum und dem kompletten Team auszusprechen. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass der erste Naturkindergarten im Landkreis immer noch besteht und auch dauerhaft Bestand hat. Dass man dazu noch sagen kann, dass es ein unfallfreier Kindergarten ist, zeichnet ihn insoweit aus, wenn man seinen Vorstellungen freien Lauf lässt bei der Aussage „hautnah in der Natur“.

Für die Gemeinde ist der Waldkindergarten eine wichtige Option neben den kirchlichen und sonstigen Trägern, erläuterte Hörl. Renate Wolfrum überlegte, dass es für den Einzelnen unter Umständen eine Lebenserfahrung sei, die man nicht vergesse. Sehr treffend merkte sie an, dass man sich nur einmal selbst die Frage stellen sollte, an was man sich aus seiner Kindergartenzeit erinnere: „Sind es nicht genau die Dinge, die erlebt wurden, als man draußen war?“

Mit ihrem Lied und der selbstgedichteten letzten Strophe „Steht ein Bauwagen im Maienwald…“ begeisterten die Kinder alle Zuhörer und gaben dem offiziellen Teil des Nachmittags eine schöne Abrundung. Während sich der eine Teil der Anwesenden danach unter den Bauwagen verzog und feinen Sand herstellte oder die Umgebung erkundete, gingen die übrigen Besucher zum gemütlichen Teil mit Kaffee und selbstgemachten Kuchen über. Roswitha Höltl 

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