Voller Elan ging die UBV mit ihren Kandidaten vor 25 Jahren in den Wahlkampf.

UBV Schwabhausen feiert Jubiläum 

Auch im 25. Jahr noch voller Elan

Die UBV Schwabhausen  feiert am Sonntag ihr 25-Jähriges Bestehen. Von Beginn bis jetzt hat sie Schwung in die Gemeindepolitik gebracht

VON ROSWITHA HÖLTL

Schwabhausen – Die Unabhängige Bürgervereinigung 85247 Schwabhausen (UBV) feiert am Sonntag ihr 25-jähriges Bestehen. Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass sich Dietrich Lupp, Albert Winkler und Walter Hainzinger bei Peter Sachon getroffen haben, um zu beraten, ob und wie man sich aktiv in die Gemeindepolitik einbringen kann.

„Es war allerhöchste Zeit, dass neue, besonnene Kräfte, die dem Wähler, nicht aber den eigenen Pfründen verpflichtet sind, die künftige Entwicklung der Gemeinde und der Gemeindeteile verantwortungsvoll und uneigennützig mitbestimmen. Die derzeit verkrusteten Strukturen müssen aufgebrochen werden!“ Mit diesen Aussagen hat Lupp, der damals für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig war, ordentlich für Zündstoff und fraktionsübergreifend für großen Wirbel gesorgt.

Von der Gründung bis zur tatsächlichen Wahl des neuen Gemeinderates, die am 10. März 1996 unabhängig von einer Bürgermeisterwahl stattfand – als einzige Gemeinde fand zeitgleich keine Bürgermeisterwahl statt, da Josef Mederer außerturnusmäßig gewählt und erst seit drei Jahren im Amt war –, hat die UBV kräftig für Schlagzeilen gesorgt.

Nachdem im Parteinamen auch die Postleitzahl verankert wurde, mit der die Interessenvertretung für alle Gemeindeteile signalisiert wurde, gab es Vergleiche mit einem Pharmaprodukt RU 480, oder die Aussage, dass es sich anhören würde, als ob ein neues Automobil wie ein BMW 850 vorgestellt werden würde. Man kann noch nichtmal behaupten, dass die Vergleiche arg hinken würden, da die Gründung und Zulassung der UBV einem Paukenschlag gleichkam. Lupp hatte den Eindruck, dass die UBV „nicht das Wunschkind der Gemeinderatsfamilie“ war.

Mit einer damaligen Wahlbeteiligung von 67 Prozent und einem sehr aktiven Wahlverhalten – „es wurde gehäufelt und kreuz und quer gewählt, so dass den Wahlhelfern der Kopf rauchte“, so damals eine Pressemitteilung – gelang der UBV auf Anhieb der Einzug in den Gemeinderat. Mit Richard Hack, als Fraktionsvorsitzendem, Dietrich Lupp, Gerlinde Nimtsch und Hildegard Schuster wurden vier Vertreter gewählt, die sich bereits im Vorfeld in vielen Bereichen für die Gemeinde engagiert hatten.

Für Hildegard Schuster war es gleichzeitig ein Comeback in einem neuen politischen Lager, da sie durch die Verbindung zur UBV ihre alten CSU-Fraktionskollegen herausgefordert hatte und mit ihrem grandiosen Einzelergebnis von 1419 Stimmen Schwabhausens „Häufelkönigin“ wurde.

Ein „Organisationstalent und ein Vorbild in Sachen Ehrenamt“ hat sie Bürgermeister Wolfgang Hörl bei ihrer Ehrung beschrieben, als man ihr auf dem 25. Jubiläums-Christkindlmarkt dafür dankte, dass durch ihren Einsatz der Markt 1993 ins Leben gerufen wurde.

Verkrustete Strukturen sollten aufgebrochen werden

Getreu dem Slogan „Wir haben den Mut, neue Akzente zu setzen“ hat die UBV seinerzeit einen neuen Weg eingeschlagen. Maßgeblich war die UBV in all den Jahren an den Entscheidungen für eine attraktive Ortsmitte, der Neuausweisung von Gewerbeflächen, der Gestaltung und dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Oberroth, dem Aus- und Neubau von Geh- und Radwegen in verschiedenen Ortsteilen, der Einführung eines Einheimischen-Modells und mit großem Einsatz auch im Umwelt- und Naturschutz beteiligt. Zentrale Themen waren und sind bis heute alles, was der Familienpolitik zuzuordnen ist.

Das Ferienprogramm wurde aktiv mitgestaltet, die Seniorenarbeit aktiviert, und die Jugendreferenten waren immer auch innerhalb der UBV zu finden.

Den Dreh- und Angelpunkt fand man viele Jahre lang bei Hildegard Schuster, die 18 Jahre lang erfolgreich die „Frontfrau“ der UBV war.

Thomas Hack, Friedrich Büchler, Dieter Rubner und Heinz Rebentisch vertreten die UBV aktuell im Gemeinderat. Im Hintergrund agieren weiterhin viele aktive Mitstreiter, die man im jüngsten Wahlkampf bereits erleben durfte.

Die „Vier der ersten Stunde“ sind überwiegend auch heute noch sehr interessiert und hier und da bei den Gemeinderatssitzungen in der Besucherreihe zu finden. „Es hat immer Spaß gemacht,“ resümiert Gerlinde Nimtsch, und Richard Hack ist immer noch ganz nah am Geschehen, da sein Sohn Thomas jetzt eine aktive Rolle in der UBV übernommen hat.

Um Hildegard Schuster ist es dagegen ruhiger geworden. Sie engagiert sich zwar nach wie vor ehrenamtlich für das Bürgerfest, hat sich aber aus dem kommunalpolitischen Geschehen komplett zurückgezogen. In Begleitung seiner Frau sieht man auch Dietrich Lupp immer noch auf diversen Gemeinderatssitzungen. Mit seinen präzisen Aufzeichnungen und allen gesammelten Werken (Flyer, Zeitungsausschnitte etc.) sind er und die Kollegen Nimtsch und Hack bis heute für die Geschichte der UBV wichtige Ansprechpartner.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Schwung von damals auch ein Vierteljahrhundert später noch vorhanden ist. Es ist eine neue Dynamik da, die sich vergangenen Herbst mit den neu gefundenen Teamstrukturen und den Pop-up-Biergärten zeigte, die bei aktuellen Themen spürbar ist und zur bevorstehenden Jubiläumsfeier in Machtenstein mit dem „Ochs-Drive-In“-Fest ihrem nächsten Höhepunkt entgegen sieht. Viele Themen bewegen die UBV und sie wird bestimmt, gemäß ihrem Motto die „Zukunft Schwabhausen“ weiterhin mitgestalten und beleben.

hr

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