Hermine Burgermeister und Pfarrer Albert Hack (r.).
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Trotz schwieriger Situation zuversichtlich: Hermine Burgermeister und Pfarrer Albert Hack (r.).

Mitglieder sauer

Katholischer Frauenbund sorgt mit Beitragserhöhung im Ortsverein Schwabhausen für Ärger

Der Zweigverein Schwabhausen des Katholischen Frauenbunds hat am Ende einer Maiandacht in der Pfarrkirche St. Michael auch über seine aktuelle Lage diskutiert – und die ist schwierig!

Schwabhausen ‒ Teamsprecherin Hermine Burgermeister informierte dabei nämlich, dass der Hauptverein Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) den Mitgliedsbeitrag von 25 Euro auf 30 Euro erhöht. In den nächsten Jahren werde der Betrag dann zudem kontinuierlich um weitere 2 Euro pro Jahr steigen, so Burgermeister. Die erste Erhöhung um 5 Euro sei laut Burgermeister noch „akzeptabel“, da in den vergangenen zehn Jahren der Mitgliedsbeitrag stabil geblieben sei. Mit den anschließenden jährlichen Steigerungen kann sich das Team in Schwabhausen dagegen nicht anfreunden. Der Mehrwert, der sich durch die Digitalisierung des Hauptvereins ergebe und mit dem die Erhöhung begründet wurde, könne laut Burgermeister „hier bei uns auf dem Land“ nicht gewinnbringend umgesetzt werden.

Schon vor der Erhöhung blieben dem Zweigverein Schwabhausen vom Mitgliederbeitrag weniger als 20 Prozent für das eigene Vereinsleben über. „Wir leben davon, dass wir uns sozial einbringen, wir backen und richten unsere Feste in Eigenleistung aus und mittlerweile sind 99 Damen von uns über 70 Jahre alt.“ Burgermeister hofft auf ein letztes „fruchtbares“ Gespräch mit den Verantwortlichen. Versuche, mit dem Diözesanverband München ein gemeinsames Gespräch zu finden, scheiterten bisher allerdings.

Bei einer ersten Stimmungsumfrage unter den Damen des Frauenbunds gab es von den 167 Mitgliedern 112 Rückmeldungen. Dabei zeigte sich eine klare Tendenz: Für einen sofortigen Ausstieg aus dem KDFB stimmten 103 Personen. Weiterhin gab es drei Enthaltungen, vier Gegenstimmen und zwei Rückmeldungen ohne Kreuzerl, dafür mit Fragen und Anmerkungen. „Man wirft 42 Jahre Mitgliedschaft nicht hin“, verteidigte Burgermeister den Verbleib im Hauptverein. Sie erlebe gerade in dieser schwierigen Zeit viel Elan und auch Freude im Team. Pfarrer Albert Hack sah die Situation ohnehin gelassen: Man müsse „einen Weg miteinander finden“. Roswitha Höltl

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