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Engstelle Indersdorfer Straße – zwei „große“ Fahrzeuge kommen hier nicht aneinander vorbei.  

Verkehrsproblematik ist Aufreger auf der Bürgerversammlung in Arnbach

Die Verkehrsproblematik war ein ganz großes Thema bei der Bürgerversammlung in Arnbach. Der Tenor: Im Ort ist es viel zu eng

Arnbach – Die Verkehrsproblematik war Aufreger bei der Bürgerversammlung für die Ortschaften Arnbach, Rienshofen und Edenholzhausen in der Sportgaststätte in Arnbach. Nachdem Bürgermeister Josef Baumgartner im voll besetzten Saal seine Präsentation für alle Gemeindebereiche vorgestellt hatte, ging er speziell auf die Arnbacher Themen „Kläranlage und ehemalige Schuttgrube“ ein und informierte über den aktuellen Stand.

Hier werden erst im nächsten Jahr die Überlegungen aufgegriffen, ob man ein Biotop beim neuen Haus der Pumpstation anlegt. Abwarten muss man auch, was das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt an Prüfungsergebnissen präsentieren werden, nachdem die erforderlichen Proben in der ehemaligen Schuttgrube genommen und getroffene Maßnahmen überprüft sind. Erst dann können mögliche Konsequenzen beurteilt werden, insbesondere, ob dort von den Burschen wieder das traditionelle Jaudusfeuer abgebrannt werden darf.

Aber nicht nur diese beiden Angelegenheiten sind offen, sondern es gibt noch so einiges mehr an kritischen Punkten, die die Arnbacher bewegen. „Gibt es denkbare Lösungsmöglichkeiten für die Verkehrsproblematik beziehungsweise. die Parksituation am Vogelberg?“, wollte Hans Mayr wissen. Besonders am Wochenende, wenn auf dem Sportgelände Spielbetrieb herrscht, gibt es für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Rettungsdienste kaum ein Durchkommen, und im Winter muss mitunter das Räumfahrzeug unverrichteter Dinge umkehren.

Vorgeschlagene Park- oder Halteverbote seien leider keine Lösungen, meinte Baumgartner. Ihm ist das Ärgernis klar. In Zukunft sollte darüber nachgedacht werden, ob eine Zufahrtsstraße außerhalb des Orts zum Sportgelände eine Option wäre. Das enge Wohngebiet ist auf Dauer ein Problem, was er aber während seiner aktuellen Dienstzeit nicht mehr werde regeln können.

Der Hinweis auf fehlende Fahrradwege ist Baumgartner bis dato auf jeder Versammlung begegnet. Er konnte nur wieder darauf verweisen, dass der erforderliche Grunderwerb keine abschließenden Maßnahmen zulasse.

Seit vielen Jahren werden auf den Bürgerversammlungen in Arnbach die fehlenden Querungshilfen für Fußgänger über die Staatsstraße in der Ortsmitte und auf Höhe des ehemaligen Gasthauses moniert. Besonders für Schüler, Kindergartenkinder und Kirchgänger stellt die Querung eine große Gefahrenquelle dar. Marc Hildebrandt war diesmal der Wortführer.

Hier hatte Baumgartner aktuelle Informationen, die zwar nicht beruhigten, aber zumindest zeigten, dass das Thema sehr ernst genommen wird. Mit seinem Stellvertreter Wolfgang Hörl war er erst im Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, und dort hat Hörl die aktuelle Situation auch bildlich vorgestellt. Diese Engstelle werde als „triftiger Grund zur Weiterverfolgung“ eingestuft, so dass die Hoffnung besteht, dass hier „zügig eine Bearbeitung der Thematik“ nicht „in den Sternen steht“.

„Zebrastreifen sind trügerische Querungshilfen, für eine Ampel sind es zu wenig Querungen, und wünschenswert wäre eine Umgehungsstraße, oder besser formuliert: eine Straßenzusammenführung am Ortsrand neben den Bahngleisen. Auf jeden Fall wird dieses Thema bei der nächsten Verkehrsschau mit aufgeführt“, versicherte Baumgartner. Sein Vorschlag, „obenrum über die Niederrother Straße“, wurde von Ralph Fischhaber in Frage gestellt, da man auch dort „nach Gehör gehen muss – gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit“. Ein Ausweichen auf den Grünstreifen ist unumgänglich, falls es auch hier zu Begegnungen von Kfz- oder Schwerlastverkehr kommt.

Womit man beim Thema „Begegnungen“ war. Mit dem Neubau an der Ecke Indersdorfer Straße/Am Kühberg hin zur Verbindung zum Bäckerholz ist es ebenfalls unausweichlich, dass die fahrenden Verkehrsteilnehmer Richtung Indersdorf auf den Fußgängerweg ausweichen müssen, da der Verkehr sonst zum Erliegen kommt. Für Florian Schlemmer ist es im Hinblick auch auf die Schulwegsicherheit ein „Unding, so eine Engstelle zusätzlich zu schaffen“. Herbert Seitz gab zu bedenken, dass er als Fahrer größerer Maschinen in solchen Situationen gar keine andere Möglichkeit habe, als auf den Gehweg auszuweichen. Das Argument „das war Baurecht“ wurde postwendend mit dem Hinweis von einem anderen Zuhörer an Baumgartner zurückgespielt, dass das eine „billige Ausrede“ sei. Unklar ist auch, wer diesbezüglich anfallende Kosten übernimmt oder beteiligt wird.

Viele Dinge seien seit Jahren auffällig, würden aber nicht verfolgt, lautete ein weiterer Vorwurf. Unzufrieden ist man weiter mit der Zuverlässigkeit des MVV, und die Park&Ride-Möglichkeiten seien auch noch ausbaufähig. Hierzu gebe es aber schon Überlegungen seitens der Gemeinde, sagte Josef Baumagartner.

 

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