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Kontinuität und Loyalität: Wolfgang Hörl will Bürgermeister in Schwabhausen werden. 

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterkandiat Wolfgang Hörl: Der nächste logische Schritt

Wer wird Nachfolger von Josef Baumgartner und wird Bürgermeister in Schwabhausen? Wolfgang Hörl aus Arnbach will den Job. Ist es ein Nachteil, dass er aus einem Ortsteil kommt? 

Arnbach – Es war nur noch eine Formsache, dass der Bürgerblock Arnbach bei seiner Aufstellungsversammlung für die Bürgermeisterwahl 2020 in der Gemeinde Schwabhausen seinen Kandidaten Wolfgang Hörl nominierte. Zahlreiche Mitglieder hatten sich in der Sportgaststätte versammelt, um ihrem Vorsitzenden ohne Gegenstimme das Vertrauen auszusprechen. Bereits im Juni war Wolfgang Hörl als Kandidat der Freien Wähler als Kandidat aufgestellt worden (wir haben berichtet).

Hörl will für Kontinuität und Loyalität stehen und Josef Baumgartner beerben. An der Seite von Baumgartner und Josef Mederer seien die vergangenen elf Jahre für ihn eine Zeit der Entwicklung, der Weiterbildung und der Abrundung gewesen. So sei für ihn nun der Zeitpunkt gekommen, den nächsten Schritt als Bürgermeisterkandidat zu machen.

Gemeinderatsmitglied Sven von Kummer hielt für ihn die Laudatio. Nachdem sich von Kummer die ersten Gedanken über seine Rede gemacht und die Bedeutung für das Wort „Laudatio“ noch mal nachgeschlagen hatte, überlegte er kurz, ob es richtig sei, jemanden für seine erbrachten Leistungen und Verdienste zu würdigen. Als er sich aber näher mit Hörl und seinem Werdegang beschäftigt habe, habe sich deutlich abgezeichnet, dass das Wort Laudatio sehr gut passen würde.

Führungsqualitäten habe Wolfgang Hörl bereits in jungen Jahren als Ministrant, als Mannschaftskapitän beim Fußball und im Burschenverein gezeigt. Jetzt sei er seit 33 Jahren bei der Feuerwehr, engagiere sich seit Jahren als Schulweghelfer und sei in vielen gemeindeansässigen Vereinen Mitglied und damit bestens in der Gemeinde vernetzt.

Anfänglich als Fraktionsvorsitzender und dann als 2. Bürgermeister hat er sich in der Kommunalpolitik eingesetzt. Im Berufsleben zeige er wirtschaftliches Fachwissen und verfüge als „stellvertretender Abteilungsdirektor“ über mehr als zehn Jahre Führungserfahrung. Gleichzeitig sei er auch als Betriebsrat sehr engagiert. Von Kummer wünschte ihm deshalb, dass sein „unermüdliches Bestreben, für andere da zu sein, eine Chance bekommt“.

Sehr eindringliche Worte fand der Arnbacher Franz Käfig (2. Bürgermeister der Gemeinde Schwabhausen von 1990 bis 2002), als er daran erinnerte, dass die Wahl im nächsten Jahr eine Persönlichkeitswahl ist: „Es geht um die Persönlichkeit eines Kandidaten und nicht darum, wo er wohnt oder wo er herkommt.“ Als gutes Beispiel nannte er Peter Felbermeier, der als Bürgermeister in Haimhausen in Ampermoching wohne. Es geht für ihn auch nicht darum, automatisch eine bestimmte Partei zu wählen und dann den dort nominierten Kandidaten zu wählen. Das könne unter Umständen auch nach hinten losgehen, wenn die Unterstützung dann von ungeahnter Seite komme, während man aus den eigenen Reihen Widerstand erfährt, wie er es selbst schon erlebt habe.

Die Bürger der Gemeinde die Weitsicht sollten nicht danach gehen, wo das Wohnhaus des Kandidaten steht, sondern ihren künftigen Bürgermeister nach seinen Fähigkeiten, seinem Sachverstand und seiner Qualität, den Job bestmöglich zu machen, beurteilen.

Mit Hörl habe die Gemeinde einen Kandidaten, der „Lebenserfahrung, Berufserfahrung und kommunalpolitische Erfahrung“ hat. Dazu die „richtigen Wertvorstellungen und das Geschick, nicht mit Wahlkampfgeplapper“ überzeugen zu wollen.  

Auch die „Amtsvorgängerin“ als 2. Bürgermeisterin, Edeltraud Lachner, bestätigt, dass in ihren Augen Wolfgang Hörl der „absolut beste Kandidat“ für das Amt des nächsten Schwabhausener Bürgermeisters ist. Für sie ist es sogar ein Vorteil, dass Hörl nicht aus Schwabhausen kommt – dadurch sei er unvoreingenommen, habe den nötigen Abstand und könne ein Gemeindeoberhaupt für alle Bürger werden.

Roswitha Höltl

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