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"So wollen wir nicht weitermachen"

Abteilung will Stockbahnen erneuern

Die Stockschützen des TSV Schwabhausen schmieden große Pläne. Sie wollen ihre drei Asphalt-Stockbahnen neu herrichten und mit einer Pflasterung versehen. Doch das wird einiges kosten.

Die Schwabhauser Stockschützenabteilung hat einiges vor. Es steht ein großer Umbau an. Ein entsprechender Beschluss wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gefasst, zu der 34 der insgesamt 63 Stockschützen gekommen waren.

Die ersten beiden Stockbahnen des TSV Schwabhausen wurden 1982 im Zuge des Neubaus der Turnhalle an deren südlichen Ende gebaut. Damals war es üblich, die Bahnen mit einer Asphaltdecke zu versehen, die allerdings nicht sehr lange hielt. Bereits 1988 war die erste Bahnrenovierung fällig, damals kam auch eine dritte Spielbahn hinzu. Aufgrund der starken Beanspruchung durch den regen Spielbetrieb musste 1999 eine Generalsanierung mit einem neuen Teerüberzug durchgeführt werden. Seither sind wieder etliche Jahre ins Land gegangen und der Zustand der Stockbahnen wurde immer schlechter. Der Regen wusch die Asphaltdecke aus und immer wieder mussten Löcher ausgebessert werden. Das Ganze geriet zu einem regelrechten Flickwerk.

Stockschützenchef Karl Fischer fand dazu in der Versammlung deutliche Worte: „Wollen wir so weitermachen? Ich als Abteilungsleiter, der mit drei oder vier Vorstandskollegen die Arbeit macht, jedenfalls nicht! Wir führen jedes Jahr ein Einladungsturnier mit 14 Mannschaften aus dem Landkreis durch und müssen uns dauernd zum schlechten Zustand der Bahnen anreden lassen. Es ist beschämend, für Schwabhausen und auch für mich“, machte Fischer seinem Ärger Luft und meinte, dass jetzt was passieren muss.

Bereits in den letzten drei Jahresversammlungen wurde immer wieder vom schlechten Zustand der Bahnen berichtet, aber den Stockschützen waren die Hände gebunden. Es stand im Raum, dass für die Stockbahnen bei einem Neubau oder einer Erweiterung der Heinrich-Loder-Halle ein neuer Standort gefunden werden muss und da konnte und wollte man für eine erneute Bahnsanierung kein Geld in die Hand nehmen.

Mittlerweile wurde von Bürgermeister Josef Baumgartner zugesichert, dass eine Turnhallenerweiterung – sobald sie von Gemeindeseite aus finanzierbar ist – in nördlicher Richtung erfolgen wird und die Stockbahnen an ihrem angestammten Platz bleiben können. Diese Aussage und die Versicherung von Willi Jais auf Unterstützung des Hauptvereins waren ausschlaggebend, dass alle Stockschützen (bei nur zwei Enthaltungen) einer Pflasterung zustimmten und den Abteilungsleiter beauftragten, den Auftrag zu erteilen.

Die Kosten inclusive Entsorgung der alten Teerdecke werden rund 18 500 Euro betragen. Da die Stockschützen-Abteilung ein hübsches Sümmchen beiseitegelegt hat, dürfte die Finanzierung keine Probleme bereiten, zumal auch wieder etliches an Eigenleistung eingebracht wird und ein 20-prozentiger Zuschuss von der Gemeinde erwartet werden darf. Im Budget mit drin sind auch noch die Materialkosten für die Erweiterung der Stockhütte, die ebenfalls in Eigenregie durchgeführt wird. Losgehen soll es mit den Arbeiten nach dem großen Einladungsturnier am 20. August.

Edeltraud Lachner

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