Verspätungen auf der Stammstrecke - aus zwei Gründen

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Die Flussseeschwalbe brütet derzeit am Landschaftssee an der Schinderkreppe in Dachau-Süd.

Flusseeschwalbe brütet an der Schinderkreppe

Seltene Gäste am Landschaftssee

Am Landschaftssee an der Schinderkreppe in Dachau-Süd gibt es in diesem Sommer seltene Gäste: Zwei Brutpaare der Flusseeschwalbe sind dort beobachtet worden. 

Dies teilte der Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Dachau, mit. Die Küken sind schon geschlüpft. „Mit einem Fernglas lassen sie sich vom städtischen Vogelbeobachtungshaus aus recht gut beobachten“, so Hartmut Lichti.

Flussseeschwalben brüten von Natur aus auf Kiesbänken der Wildflüsse und waren früher an Isar und Lech verbreitet. Heute sind die meisten natürlichen Brutplätze durch die Flussregulierungen verschwunden oder durch den Freizeitdruck bedroht. Man kann ihnen dann, wie am Landschaftssee, mit künstlichen Kiesinseln wenigstens teilweise helfen.

„Inzwischen sind schon die Küken geschlüpft, bei einem Paar sind es zwei, beim anderen nur eins“, so Lichti, Schriftführer des LBV Dachau. Auch der Nahrungserwerb bietet ein beeindruckendes Schauspiel: Die Seeschwalben ernähren sich von kleinen Fischen, die sie aus der Luft erspähen und dann im Sturzflug erbeuten. Aber längst nicht jeder Beuteflug endet erfolgreich. Regelmäßig dehnen sie ihre Nahrungsflüge weiter aus, sodass sie zum Beispiel am Karlsfelder See beobachtet werden können.

„Dass die Seeschwalben sich in Dachau niederlassen, ist wahrscheinlich eine Folge der Hochwasser der letzten Zeit“, vermutet Lichti. Vermutlich sind die Brutplätze in diesem Jahr überschwemmt worden, sodass diese attraktiven Vögel sich einen neuen Nistplatz für eine Ersatzbrut suchen mussten.

Die Kreisgruppe Dachau des LBV hofft natürlich, dass die Vögel auch im nächsten Jahr wiederkommen. Damit die Küken erfolgreich ausfliegen können, werden die Besucher und Hundebesitzer am Landschaftssee um Rücksichtnahme gebeten

(dn)

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