Interview mit Feuerwehrvorstand Sebastian Klein

"Bald können wir wieder Retten"

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Indersdorf – Vor zwei Jahren sah es noch ziemlich problematisch bei der Niederrother Feuerwehr aus: Die Wehr war laut Kommandant Benedikt Hinner so schlecht ausgestattet, dass die Retter nicht viel mehr machen konnten, als zusammenkehren. Das Feuerwehrhaus war untragbar. Heute hat sich die Situation deutlich verbessert. Vorstand Sebastian Klein spricht  im Interview über ein neues Auto, ein neues Haus, neue Ausrüstungen. Und: Darüber, dass die Wehr künftig wieder retten kann.

 

Vor zwei Jahren war die Niederrother Wehr so schlecht ausgestattet, dass sie kaum helfen konnte. Hat sich das geändert?

Es ist einiges passiert. Zumindest, was die Planungen betrifft. Wir bekommen im Herbst ein neues Feuerwehrauto und zukünftig auch ein neues Feuerwehrhaus.


Was bedeutet zukünftig? Kommt das Auto etwa vor dem neuen Haus?

Ja. Wir würden uns aber wünschen, dass das neue Haus in den nächsten ein bis zwei Jahren steht. Bis es soweit ist, lagern wir das Auto bei Herrn Osterauer in der Halle, die sich direkt gegenüber des alten Hauses befindet.

Sebastian Klein

Steht schon fest, wo das neue Feuerwehrhaus gebaut wird?

Es gibt konkrete Pläne, die sind aber noch nicht spruchreif.

Welches Auto bekommt die Wehr?

Das neue Fahrzeug TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug – Wasser ) ist bereits bei der Firma Ziegler bestellt. Es wird ein Prototyp, den so noch keine andere Wehr hat. Wir sind gerade in der Detailplanung, wie das Fahrzeug gebaut und ausgerüstet werden soll. Wir werden von der Gemeinde sowie vom Kreisbrandmeister Thomas Burgmair super unterstützt. Liefertermin für das Auto wäre im September 2016 geplant.


Dann könnte die Wehr wieder richtig helfen?

Ja. Zum Beispiel können wir mit Hilfe des neuen Autos sofort Autobrände selbst löschen oder eine Personen in verrauchten Gebäuden umgehend bei Eintreffen retten – so können wir schneller und effektiver Leben retten.

Was passiert mit dem alten Feuerwehrhaus?

Wir wollen uns dafür einsetzen, dass das Haus erhalten bleibt. Es soll für die Niederrother Vereine ein Lagerraum für Geräte werden. Damit wäre vielen geholfen.

Wie bereiten sich die Niederrother auf die neuen Aufgaben vor, die die neue Ausrüstung mit sich bringt?

Zum einen bekommen wir neue Einsatzkleidung. Da mit dem neuen Feuerwehrauto TSF-W auch Atemschutz in Niederroth einzieht, werden vorerst alle Atemschutzträger mit entsprechender Schutzkleidung ausgestattet. Um der Gemeinde Aufwand und Kosten zu sparen, werden wir unsere Einsatzkleidung der Feuerwehr Indersdorf anpassen, allerdings mit dem Aufdruck FFW Niederroth am Rücken. Und zwölf Kameraden sind gerade entsprechend in der Ausbildung.

 

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