Ehrenwache am Kriegerdenkmal: In Eisenhofen und Hirtlbach wird das Erinnern gepflegt. fkn

Kameradschaft seit 140 Jahren, Frieden seit 70 Jahren

Eisenhofen - Bei herrlichem Wetter konnte jetzt die Krieger- und Soldatenkameradschaft Eisenhofen-Hirtlbach ihr 140-jähriges Bestehen und 70 Jahre Frieden feiern.

Der Festgottesdienst in der Filialkirche St. Alban in Eisenhofen wurde eindrucksvoll von Pater Paul Vadakumbadan zelebriert. Er hob hervor, wie wertvoll eine solch lange Verbindung von zwei Orten ist. Passend musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch die Singgruppe Eisenhofen unter der Leitung von Ursula Arzberger und der Organistin Resi Puschner aus Hirtlbach. Am Ende des Gottesdienstes wurde das restaurierte Fahnenband, das Hirtlbach damals bei der Gründung mit einbrachte, gesegnet und an die alte Vereinsfahne geheftet.

Nach dem Gottesdienst traf man sich am Kriegerdenkmal. Der Bürgermeister der Gemeinde Erdweg, Georg Osterauer, sowie der Vorsitzende Georg Schöngruber legten nach ihren Ansprachen für alle Gefallenen und Vermissten Kränze nieder. Es wurde besonders zum Ausdruck gebracht, wie wichtig das Erinnern und Mahnen in unserer Zeit ist. Vergangen sind die beiden Weltkriege. Das heißt, die Kampfhandlungen sind 70 Jahre vorbei. Vergangen ist aber nicht die Lust, politische Auseinandersetzungen militärisch zu lösen, wie man in der Ukraine, im Nahen Osten oder anderswo sieht. Erinnerung sei die beste Waffe der Menschheit gegen das Vergessen. Hier spielen die Denkmäler sowie Soldaten- und Reservistenvereine eine große Rolle. Auch Sammlungen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge für den Erhalt von Soldatenfriedhöfen sind eine wichtige Säule, den Frieden über den Gräbern zu pflegen.

Stimmungsvoll wurde die Zeremonie von der Blaskapelle Eisenhofen, die extra einen neuen Marsch einstudiert hatte, und vielen Fahnenabordnungen sowie einer Ehrenwache begleitet. Danach marschierte man, mit der Blaskapelle voran, zur vom Obst- und Gartenbauverein Eisenhofen-Hirtlbach geschmückten Festhalle von Simon und Thessa Reindl.

Dort wurde der Festzug von Böllerschützen aus Eisenhofen und Hirtlbach empfangen. Für Unterhaltung in der Halle sorgten die Blaskapelle und die Schuahplattler aus Eisenhofen.

Die Verbindung der Orte Eisenhofen und Hirtlbach sollte an diesem Abend besonders hervorgehoben werden. Der Eisenhofer Wirt Sepp Attenberger vom Gasthaus Gschwendtner hat mit seinem Team die Festgäste gut versorgt.

Es war eine kleine aber eine feine und würdige Gedenkfeier. In Eisenhofen und Hirtlbach wird das Erinnern gut gepflegt.

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