Der neue in der Stadt: Max Haberl (r.) ist Abteilungsleiter des Amts 4, hier mit OB Florian Hartmann. foto: ahu

Er soll sie alle einen

Dachau - Dachau hat ein neuse Amt: das Amt 4 für Schule, Kinderbetreuung, Jugend, Soziales und Sport. Es muss viele verschiedene Bereich vereinen- und dies wird die Aufgabe von Max Haberl.

Der 48-jährige Max Haberl war zuvor sechs Jahre lang Bereichsleiter der gemeindlichen Jugendarbeit in Karlsfeld. Dort hat er offenbar gute Arbeit geleistet, denn die alten Kollegen waren „nicht gerade erfreut über den Wechsel“, erzählt er.

Ein halbes Jahr lang hatten Hauptamtsleiter Josef Hermann und OB Florian Hartmann (SPD) an der Ämterumstrukturierung getüftelt. „Es sollte den sozialen Themen ein höherer Stellenwert eingeräumt werden“, erklärt Hermann. Im Zuge dessen wurde unteranderem das Bürgeramt aufgelöst und dessen Aufgabengebiete auf andere Ämter verteilt, so wechseln beispielsweise Ordnungsamt, Bürgerbüro und Standesamt in den Aufgabenbereich des Hauptamtes (wir berichteten).

Entstanden ist das neue Amt 4, für Schule, Kinderbetreuung, Jugend, Soziales und Sport, mit dem „etwas sperrigen Titel“, wie der neue Leiter Max Haberl zugibt, „aber hier wird intelligent vereint, was zusammen gehört“. Mit vielen seiner künftigen Zuständigkeitsbereiche ist er bereits praktisch vertraut. Der Diplom-Sozialpädagoge arbeitete bereits im sozialen Bereich Arbeit, unter anderem mit Menschen mit Behinderung. Auch mit dem Thema Schule hat der gebürtige Allgäuer bereits Erfahrung: Er selbst erlangte die Studienberechtigung über den zweiten Bildungsweg und gründete später eine offene Ganztagsschule in Kirchheim bei Heimstätten.

Zu seinem neuen Aufgabenbereich gehört auch die Dachauer Wiesn. Max Haberl selbst musste auf Nachfrage allerdings zugeben, „aus Zeitgründen noch nie dagewesen zu sein“. Er kann aber auf einige Besuche des Siedlerfests in Karlsfeld verweisen. Und: Seine Familie war bereits mehrfach dort und besonders sein Schwiegervater habe ihm von einigen schönen Besuchen auf dem Volksfest zu berichtet.

Abseits des Volksfests hat er auch sonst künftig in seiner neuen Funktion viel zu tun. Neben den Bereichen Schule, Kinderbetreuung, Jugend, Soziales und Sport ist er - zumindest übergangsweise - auch Abteilungsleiter im Bereich Wohnungswesen und Obdachlose. Wichtig seien ihm besonders die Themen Integration und Inklusion. „Wir wollen eine Stadt schaffen, die es allen Menschen ermöglicht, ohne Hürden an allen Lebensbereichen teilzunehmen.“ Auch der soziale Wohnungsbau sei grade in Anbetracht des erwarteten weiteren Wachstums der Stadt „ein zentrales Thema“.

Handlungsbedarf sieht er auch im Bereich Sport. Hier will er die Verantwortlichen der zwei großen Vereine ASV und TSV sowie alle anderen Sportvertreter an einem Tisch vereinen, um über die zukünftige Entwicklung in der Stadt zu sprechen, und schon im Frühjahr 2017 erste Ergebnisse beschließen.

Für seine eigene sportliche Ertüchtigung ist hingegen schon während der Arbeitszeit gesorgt: Seinen neuen Kollegen Josef Hermann treffe er häufig auf der Straße - beim Pendeln zwischen den einzelnen Abteilungen, die sich über mehrere Gebäude erstrecken. Ein komplizierter Umstand, aber: „So bleiben immerhin alle fit und kommen an die frische Luft.“, fügte Hartmann lachend hinzu.

(ahu)

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