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Viele Frauen im Landkreis entscheiden sich erst spät für ein eigenes Baby.

Statistik der IKK

Späte Mütter im Landkreis Dachau

Mehr als jedes vierte Neugeborene im Landkreis Dachau hat eine Mutter, die 35 Jahre alt oder älter ist. Doch spät Mutter werden, heißt auch, höhere Risiken einzugehen.

DachauMehr als jedes vierte Neugeborene im Landkreis Dachau hat eine Mutter, die 35 Jahre alt oder älter ist. Das Durchschnittsalter aller Mütter im Landkreis beträgt 31,8 Jahre, wie die Krankenkasse IKK mitteilte.

Bei mehr als jedem viertem Kind ist die Mutter 35 Jahre oder älter

26,7 Prozent der Mütter im Landkreis Dachau sind Spätgebärende. Das heißt: Bei mehr als jedem vierten Kind, das im Landkreis 2015 zur Welt kam, war die Mutter bereits 35 Jahre alt oder älter. Dieser Anteil stieg um 1,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. 

Das Durchschnittsalter aller Mütter liegt bei 31,8 Jahren im Landkreis

Das Durchschnittsalter aller Mütter lag 2015 bei 31,8 Jahren, ähnlich wie im gesamten Freistaat (31,5 Jahre). Die Gruppe der 30- bis 34-jährigen Frauen hat die meisten Kinder zur Welt gebracht: 520 von 1427 Babys. Die Krankenkasse IKK classic hat dazu Zahlen des bayerischen Landesamtes für Statistik ausgewertet.

Risiko für ältere Schwangere ist höher

„Gegen ein spätes Mutterglück spricht grundsätzlich nichts, allerdings steigt statistisch gesehen das Komplikationsrisiko bei Spätgebärenden“, sagt Klaus Kamitz, IKK-Regionalgeschäftsführer. Zum Beispiel liege das Risiko für schwangerschaftsspezifische Krankheiten bei älteren Schwangeren höher, und es wird häufiger Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. 

Ältere werdende Mütter sollten deshalb die Vorsorgeuntersuchungen besonders gewissenhaft wahrnehmen.

Obwohl statistisch gesehen Spätgebärende häufiger per Kaiserschnitt entbinden, ist die Kaiserschnittrate in Oberbayern von 35,7 Prozent in 2014 auf 34,3 Prozent in 2015 zurückgegangen. Die Quote ist allerdings die höchste in ganz Bayern. 

Im Freistaat wurde im Durchschnitt bei 31,8 Prozent der Entbindungen ein Kaiserschnitt vorgenommen. „Kaiserschnitte sind bei bestimmten Indikationen und wenn ein Geburtsrisiko besteht, lebenswichtig“, so Kamitz. 

Jedoch sollte immer die Notwendigkeit eines derartigen operativen Eingriffs abgewogen werden. Ein frühzeitiger Kontakt zu einer Hebamme kann bei der Entscheidung hilfreich sein, rät er.

Alter der Mütter

Geburten 2015 im Landkreis insgesamt: 1427

Mütter unter 20:

18

zwischen 20 und 24:

114

zwischen 25 und 29:

394

zwischen 30 und 39:

305

40 oder älter:

76

dn

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