Zwei Damen, ein Ziel: Rektorin Cornelia Stock (l.) und Henrietta Letschert (BIS) machen gemeinsame Sache. sh

Spontan arbeiten sie zusammen

Haimhausen - Seit mehr als 15 Jahren bemühen sich die Bavarian International School und die Grund- und Mittelschule Haimhausen um Zusammenarbeit, doch nur selten hat es bisher geklappt. Jetzt hat der Bürgermeister das Thema wieder angeregt - und schon gibt es ein neues Projekt.

Bei einer Besprechung im Rathaus mit Vertretern beider Schulen, dem Bund Naturschutz und sozialen Einrichtungen im Ort hat Bürgermeister Peter Felbermeier eine erneute Aufnahme gemeinsamer Aktivitäten der Bavarian International School (BIS) und der Grund- und Mittelschule Haimhausen angeregt.

Mittelschul-Rektorin Cornelia Stock griff die Anregung des Bürgermeisters sogleich auf und stellte das Hilfsprojekt ihrer Schule „Weihnachtspäckchen für Kinder aus Tschernobyl“ vor - und Henrietta Letschert von der BIS, zuständig für „Community and Service“ (soziales Engagement der Schüler) war sofort begeistert.

Spontan motivierte sie ihre Schützlinge, sich an der Päckchenaktion zu beteiligen und innerhalb weniger Tage lieferten die Schüler gepackte Kartons von der BIS in der Grund- und Mittelschule an. Die BIS ist immer offen für eine Integration in den Ort und zeigt gerne Präsenz bei öffentlichen Veranstaltungen, wie bereits beim inzwischen traditionellen Familien-Triathlon als Gemeinschaftsveranstaltung mit dem SV Haimhausen.

„Das ist ein Anfang und wir wünschen uns eine beständige Zusammenarbeit für Lehrer und Schüler“, erklärte die Rektorin. Erste Schritte dazu zeigten sich bereits in der Anwesenheit von Henrietta Letschert bei der letzten Lehrerkonferenz. Um die Schüler zu motivieren, müssen die Lehrer von der Sache begeistert werden. Doch das war kein Thema. „Wir haben bei den Lehrern offene Türen eingerannt. Aus dem Kollegium kam sofort der Wunsch eines gegenseitigen Besuchs der Unterrichtsstunden bis hin zu einer eventuellen Hospitation“, freute sich Cornelia Stock über den Anklang. „Die Lehrer wollen für sich und ihre Schüler ganz neue Perspektiven eröffnen.“

Diese Aussichten stellte Henrietta Letschert mit einem vermutlich unerreichbaren Ziel vor: Die Schüler der BIS waren in diesem Jahr mehrmals in den Ferien freiwillig mit Lehrerin zu sozialen Projekten in Indien. Einmal betonierten sie ein Fundament für eine Schule, ein anderes Mal halfen sie beim Treppenbau in 2000 Meter Höhe bei 35 Grad Celsius. Doch hier werden die Möglichkeiten der Grund- und Mittelschule vermutlich Grenzen finden, da solche Reisen bezahlbar sein müssen und das nötige Lehrer- oder Begleitpersonal fehlt.

Während in der BIS Henrietta Letschert für dieses Schuljahr vom Unterricht freigestellt ist, um die Schüler bei sozialen Projekten zu begleiten, müssen die Lehrer in der Grund- und Mittelschule diese Aktionen neben dem Lehrplan bewältigen. Cornelia Stock weiß jedoch um die begrenzten Möglichkeiten und ist für ihre Schule über den wieder aufgenommenen Kontakt zur BIS glücklich.

(sh)

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