Sporthalle Petershausen: Ausbau könnte schon im September fertig sein

Petershausen - Fünf Jahre hätte der Ausbau der neuen Sporthalle beim Sportverein Petershausen (SVP) insgesamt dauern sollen. Doch jetzt haben Vereinschef Hubert Doetsch und der Vorstand einen Weg gefunden, wie es schneller gehen könnte.

Die Einweihung könnte noch heuer im September stattfinden. Aber diese Vorgehensweise müssen die Mitglieder am kommenden Montag, 25. März, um 19.30 Uhr in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Sportheim absegnen.

60 000 Euro braucht der SVP insgesamt noch, um die Halle fertigzustellen. 25 000 davon sollen vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) kommen, hiervon wiederum 8500 als Darlehen und 16 500 als Zuschuss. Aber das hat den Pferdefuß, dass der BLSV diese Mittel nur zur Verfügung stellen kann, wenn er vom Freistaat wieder Gelder zugewiesen bekommt. Jetzt springt die Gemeinde Petershausen ein und finanziert diese 25 000 Euro zinslos vor.

Fehlen also noch 35 000 Euro. In der Gemeinde herrscht großer Bedarf an Räumlichkeiten. Akut betroffen davon ist die Volkshochschule (vhs). Sie braucht besonders dringend neue Räume für Kurse. Also steigt sie als Mieter ein. Mit dem Sportverein hat sie jetzt einen Fünfjahresmietvertrag geschlossen, gültig ab September dieses Jahres. Monatlich zahlt die vhs 250 Euro. Die Gemeinde gewährt dem SVP zusätzlich einen monatlichen Zuschuss von 150 Euro. Denn der Verein braucht monatlich 400 Euro, 300 Euro um das Darlehen über 35 000 Euro finanzieren zu können und zusätzlich noch etwa 100 Euro für Heizung, Strom und Wartung der neuen Halle. Als Sicherheit dient dem SV Petershausen eine eine Bankbürgschaft, die die Gemeinde gewährt.

Damit ist die Finanzierung des Hallenausbaus gesichert, die Aufträge für die noch ausstehenden Gewerke Heizung, Wandverkleidung, Fußboden und Beleuchtung könnten vergeben werden. Doch laut SVP-Satzung müssen die Mitglieder bei diesen Summen in einer Mitgliederversammlung befragt werden.

Aber Doetsch gibt sich recht zuversichtlich: „Da kann eigentlich niemand etwas dagegen haben. Das könnte in einer halben Stunde erledigt sein. Denn schließlich hat der Verein auch einen Vorteil, wenn die neue Halle schon vier Jahre früher zur Verfügung steht.“ Allerdings müssen die Mitglieder auch noch kräftig mit anpacken. (rds)

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