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Ende Mai schließt die St. Georg Apotheke ihre Pforten.

Aus wirtschaftlichen Gründen

Apotheke schließt nach 29 Jahren

Nach 29 Jahren schließt die einzige in Hebertshausen.  Apothekerin Bettina Colombo-Egerer hat mehrere Gründe dafür.

Hebertshausen – Die St. Georg Apotheke an der Freisinger Straße in Hebertshausen schließt nach 29 Jahren am Mittwoch, 31. Mai, für immer ihre Pforten. 

„Fast jeden Tag schließt eine Apotheke in Deutschland“

Diesen Zettel lesen Kunden an der Apotheke.

Dies teilt Apothekerin Bettina Colombo-Egerer mit: „Damit gehören wir zu der großen Zahl von Apotheken in Deutschland, denen es die gesundheitspolitischen Sparmaßnahmen der letzten Jahre sowie die steigende Zahl der Kunden, die im Internet ihre Medikamente bestellen, nicht mehr möglich macht, am Standort zu überleben“, erklärt sie in einem Aushang für die Kunden. 

Fast jeden Tag schließe in Deutschland eine Apotheke ihre Tür für immer, sagt Colombo-Egerer. Ihre Apotheken im Kaufland in Dachau-Ost sowie im Rewe Eching sollen aber fortbestehen. „Wir würden uns freuen, wenn sie uns die Treue halten und wir sie in Dachau-Ost weiterhin willkommen heißen dürfen“, erklärt sie.

Bettina Colombo-Egerer versichert, dass alle Kundenkarten gültig bleiben und keine Daten verloren gehen. „Es geht weiter“, erklärt die Apothekerin zuversichtlich.

Gemeinde will Ersatz finden

Für Hebertshausens Bürgermeister Richard Reischl ist die Schließung natürlich nicht erfreulich. Er schreibt in einem Facebook-Eintrag, dass die Gemeinde die Entscheidung zwar akzeptieren müsse, aber versuchen werde, einen Ersatz zu finden. Der Gemeinderat soll sich demnächst mit dem Thema beschäftigen.

Die Schließung der Apotheke in Hebertshausen folgt dem bayern- und deutschlandweiten Trend: Gerade kleinere Apotheken müssen entweder schließen oder existieren nur noch als Filialen weiter. 

Welche Apotheken haben im Landkreis in den vergangenen Jahren zugemacht?

Allein in Dachau mussten die Kunden in den vergangenen Jahren auf einige Apotheken verzichten, zum Beispiel auf die St.-Jakobs-Apotheke in der Augsburger-Straße, die Untere Apotheke in der Münchner Straße (heutiges Shakespeare), die Delphin-Apotheke im AEZ oder die Amper-Apotheke in der Bahnhofstraße. So manche Apotheke ist im Laufe der Jahre auch umgezogen, so hat die frühere Aponexx-Apotheke aus der Sudetenlandstraße ihre neue Heimat im In-Center in der Kopernikusstraße.

Karlsfeld verlor zuletzt 2013 die Alfons-Apotheke in der Jägerstraße. Damit verliert der Ortsteil westlich der Bahn eine weitere wichtige Einrichtung der Nahversorgung. Elisabeth Döbler musste nach 35 Jahren einen Schlussstrich ziehen. Die großen Probleme begannen, als der Rewe-Markt schloss. „Damit brach unser Umsatz ein“, so Döbler.

Im Jahr 2010 schloss auch die kleinere Pertrich-Apotheke in der Jetzendorferstraße in Petershausen. Doch insgesamt blieben Apotheken-Schließungen im Landkreis Dachau bisher noch die Ausnahme.

von Klaus Rabl und Torge Wester

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