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Schlagen neue Wege in Sachen TSV-Umzug ein: Gabi Siegl, kommissarische TSV-Vorsitzende, und OB Florian Hartmann ziehen an einem Strang.

Stadt geht neue Wege

Aussiedlung des TSV 1865: Ein Ende des Stillstands ist in Sicht

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Dachau - Die Aussiedlung des TSV hat eine neue Richtung eingeschlagen. Eine, die offenbar bessere Zukunftsschancen hat. Die Stadt ist nun dabei, die neuen Grundstücke zu kaufen. Und jetzt? Geht’s voran. Schrittweise.

Es ist ein riesiges Areal, etwa 130 000 Quadratmeter groß. Östlich der Theodor-Heuss-Straße, gegenüber der Realschule. Genau dieses Areal hat sich der TSV 1865 ausgesucht, um dorthin auszusiedeln. Seit Jahren schon gibt es diese Idee, nie hat sie wirklich Früchte getragen, immer stand etwas anderes im Weg. Nun aber scheint zumindest ein Knoten geplatzt zu sein.

Der Stadtrat hat in einer nichtöffentlichen Sitzung im März 2016 „einen grundsätzlichen Wandel des Vorgehens“ beschlossen, so Stadtkämmerer Thomas Ernst in einem Pressegespräch am Donnerstagabend im Rathaus. Der da heißt: Die Stadt selbst kauft nun die Grundstücke für die Aussiedelung. Weil „man mit dem bisherigen Konstrukt nicht weitergekommen ist“, erklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann. „Wegen Stillstand.“

Bis dato war der TSV 1865 Vertragspartner gewesen, der die Verhandlungen geführt hatte. Deshalb war von den Ergebnissen weder etwas an die Öffentlichkeit gekommen, noch hatten die Politiker genaueres erfahren – deshalb hatte es im Stadtrat auch Streit gegeben, noch unter dem ehemaligen OB Peter Bürgel. Nun also: ein Wandel. Und zwar einer, der auch Ergebnisse vorweisen kann. 

Das gesamte Gelände, auf das der TSV ziehen möchte, umfasst 13 Grundstücke. Drei Grundstücke in der südlichen Hälfte des Gebiets hatten der Stadt bereits gehört. Nun hat sie immerhin schon zwei hinzu gekauft, insgesamt sind das etwa 33 000 Quadratmeter. Acht Grundstücke fehlen noch – etwa 97 000 Quadratmeter. Das hört sich nicht nach einem sonderlich großen Erfolg an, wird aber auch erklärt: Die Stadt will die Grundstücke nur Schritt für Schritt kaufen. Also immer nur die direkt angrenzenden Grundstücke an jene, die bereits der Stadt gehören. „Damit es in die Fläche entwickelt wird und kein Grundstück in der Mitte übrig bleibt“, so der OB. 

Und es gibt eine weitere Vorgabe, die sich die Stadt gemacht hat: „Die Bedingungen sind für alle gleich“, so der OB. Das heißt: Für jeden Grundstückseigentümer gibt es denselben Quadratmeterpreis. Dafür bekommen die Eigentümer wiederum eine gewisse Sicherheit: Im Kaufvertrag wird festgelegt, dass die Fläche für Sport genutzt werden muss. „Sie wollen natürlich eine Zusicherung, dass die Grundstücke nicht plötzlich Bauland werden“, erklärte der OB. 

Ist dann alles unter Dach und Fach, bekommt der TSV einen hieb- und stichfesten „Erbbaurechtsvertrag“, betonte Stadtkämmerer Ernst. Denn bauen muss der Verein selbst, sonst gibt es keine Zuschüsse vom BLSV, dem bayerischen Landessportverband. 

Gabi Siegl, die kommissarische Vorsitzende des TSV, findet diesen Weg „ganz toll“. Es sei eine „positive Entwicklung“, und „wir hoffen, dass es so weitergeht“. Die Idee, dass die Stadt die Grundstücke kaufen könnte, sei früher einfach gar nicht zur Diskussion gestanden, so Siegl. „Wir finden das jetzt sehr positiv.“ 

Und was die Mitglieder dazu sagen? Das wird der Vorstand erst bei der Versammlung am kommenden Freitag, 22. Juli, erfahren – denn erst da wird der neue Weg den Mitgliedern auch offiziell vorgestellt. Und: Die Tatsache, dass der Verein ein Grundstück selber kaufen will – auch das ist ein Tagesordnungspunkt. Bei dem Thema lässt Siegl jedoch ihren Anwalt antworten, Jürgen Seidl: „Der Verein will sich generell die Option offen halten, Grundstücke zu erwerben.“ 

Das darf er, betont der OB. „Es ist ja egal, wer die Grundstücke kauft.“ Der Verein gehe auch auf die Eigentümer zu, erst, wenn es „final“ wird, kommt die Stadt hinzu, erklärt Stadtkämmerer Ernst. Aber Stadt und Verein sind in einem „wirklich regelmäßigen Austausch“, so Ernst. Es gibt ja auch noch viel zu tun: Schließlich sind acht Grundstücke noch nicht unter Dach und Fach. Von acht verschiedenen Eigentümern. Wobei es „durchaus positive Rückmeldungen“gibt, erzählt Ernst. Oder andersrum: „Es gibt niemanden, der sagt: Auf gar keinen Fall."

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