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Stockwerk wegen Noro-Virus geschlossen

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Dachau - Das gesamte dritte Stockwerk des Klinikums Dachau ist für fünf Tage geschlossen worden. Der Grund: Ein Noro-Virus hatte sich in den vergangenen Tagen ausgebreitet. Das Krankenhaus reagierte erfolgreich. Das extrem ansteckende Virus scheint besiegt. Vorerst.

Jedes Jahr, etwa vom ersten Advent bis zum Fasching, schätzt der Ärztliche Direktor Michael A. Weber, habe das Virus Hochkonjunktur. Nun ereilte es rund ein Dutzend Patienten auf den Stationen Kardiologie und Gastroenterologie im dritten Stock.

Sein Haus stand vor zwei großen Problemen. Das Virus ist oft da, bevor bei einem eingelieferten Kranken eine Diagnose gestellt worden ist. Und: Wie kann die Ausbreitung verhindert werden? Nachdem das Klinikum in früheren Zeiten „Lehrgeld gezahlt hat“, so Weber, wussten Ärzte und Pflegepersonal diesmal, was zu tun ist.

Sie ergriffen mehrere Maßnahmen. Unter anderem kümmerte sich ein spezielles Schwesternteam um die Noro-Kranken. Die Zahl der Putzkräfte wird erhöht. In Dachau gibt es zudem so genannte Pufferzimmer, auf die Patienten mit Durchfallerkrankungen sofort nach der Einlieferung verlegt wurden. Alles in allem werde gearbeitet wie auf einer Infektionsstation, so Dr. Weber. Im Klinikum hat dieses Vorgehen gefruchtet. Das Noro-Virus ist gebannt. Alle Patienten sind auf dem Weg der Besserung. Die Zimmer im dritten Stock sind wieder geöffnet.

„Nicht in allen Krankenhäusern gibt es dieses Management. Wir sind stolz darauf, dass wir es haben“, sagt Michael A. Weber. Das Dachauer Klinik-Personal bleibt weiter wachsam. Denn die Noro-Virus-Saison ist noch lange nicht vorbei.

(zim)

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