Haus mit Silo an der Seite
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Der bestehende Hühnerstall mit Futtersilo hat eine Kapazität von 1000 Tieren. Weiter östlich soll neben der Staatsstraße eine ähnliche Anlage für 2400 Hennen entstehen. 

Gemeinderat Sulzemoos genehmigt Vorhaben mit Freilandhaltung

Ein Stall für weitere 2400 Legehennen

Michael Schmid ist Gemeinderat in Sulzemoos. Und er betreibt einen Hühnerstall. Seine Gemeinderatskollegen hatten nun zu entscheiden, ob er erweitern darf.

Sulzemoos – Der Sulzemooser Gemeinderat Michael Schmid betreibt bereits seit 2013 einen Hühnerstall für die Freilandhaltung von 1000 Tieren und verkauft Eier und Eierprodukte in seinem Hofladen. Nun soll ein weiterer Legehennenstall für 2400 Hühner hinzukommen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung haben seine Kollegen einstimmig und ohne Diskussion grünes Licht für das Vorhaben gegeben – unter der Voraussetzung, dass eine sogenannte Privilegierung vorliegt.   

Der Legehennenstall mit Futtersilos und einer Auslauffläche im Freien soll auf einem Grundstück südlich von Sulzemoos nahe der Staatsstraße 2054 errichtet werden. Auf demselben Areal befinden sich bereits eine landwirtschaftlich genutzte Halle und ein Hühnerstall für 1000 Tiere, der 2013 errichtet wurde. In der neuen Anlage sollen zwei Gruppen mit jeweils 1200 Hennen, ebenfalls in Freilandhaltung, unterkommen.

„Die Erschließung ist durch den bereits vorhandenen Stall gesichert“, erklärte Bürgermeister Johannes Kneidl. Allerdings müsse eine Ausgleichsfläche, die sich auf dem Baugrundstück befindet, in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde verlegt werden. „Ansonsten stehen dem Vorhaben aus Sicht der Gemeinde keine öffentlichen Belange entgegen“, fügte der Rathauschef hinzu.

Vizebürgermeister Wolfgang Huber wollte wissen, warum man den Stall nicht näher an die bestehende Anlage bauen kann. „Warum steht er mitten in der Landschaft?“, fragte Huber.

Freilandhaltung

In der Freilandhaltung können die Legehennen tagsüber eine Auslauffläche aufsuchen, die auf mindestens vier Quadratmeter pro Tier festgelegt ist. Bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter können sich die Hennen in ein Stallgebäude zurückziehen, das den Anforderungen der Bodenhaltung entspricht. Bei der Bodenhaltung dürfen nicht mehr als 6000 Hennen ohne räumliche Trennung gehalten werden. Pro Quadratmeter sind dabei maximal neun Tiere erlaubt. Eier aus der Freilandhaltung sind mit „1“ gekennzeichnet. cst

Michael Schmid verwies darauf, dass der Auslauf der bestehenden Anlage ohnehin schon relativ weit in Richtung Staatsstraße 2054 geht und sich die Hühnergruppen nicht vermischen dürften. Ansonsten gab es keine weiteren Fragen oder Einwände.

Gemeinderäte stimmen zu - unter Voraussetzungen

Die Räte stimmten dem Bauvorhaben unter der Voraussetzung zu, dass es sich um ein sogenanntes privilegiertes Bauvorhaben handelt und dass für die Verlegung der vorhandenen Ausgleichsfläche entsprechende Ersatzflächen dinglich abgesichert werden.

Privilegiert sind Bauvorhaben, die auch im Außenbereich, also den Flächen, für die kein qualifizierter Bebauungsplan besteht und die außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen, zulässig sind.

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