Einsatz für die Sulzemooser Feuerwehr: Technische Hilfeleistung war im Gewerbegebiet gefragt.

Immer wieder die Autobahn:Feuerwehr Sulzemoos war 41 Mal auf der A 8 im Einsatz

Ein anstrengendes Jahr liegt hinter der Sulzemooser Feuerwehr. 61 Mal sind die Ehrenamtlichen im Jahr 2019 ihren Mitbürgern in Notsituationen aller Art zu Hilfe geeilt.

Sulzemoos –  „Auch wenn der Höchststand von 72 Alarmierungen vom Vorjahr nicht erreicht wurde, waren wir wieder stark gefordert!“ Dieses Fazit hat Kommandant Michael Binder bei der Jahresversammlung im Feuerwehrgerätehaus gezogen.

Den Einsatzschwerpunkt bildete wie immer die Autobahn A8. Dorthin wurde die Sulzemooser Feuerwehr 41 Mal alarmiert, das sind zwei Drittel aller Einsätze. 2018 war es ähnlich.

Insgesamt 43 Mal wurde die Stützpunktfeuerwehr der Gemeinde zu einer sogenannten technischen Hilfeleistung gerufen. Das Einsatzspektrum reichte dabei von Verkehrsunfällen, bei denen teils auch eingeklemmte Personen befreit werden mussten, über Verkehrsabsicherungen und Fahrbahnreinigungen, Beseitigung von Ölspuren bis hin zu Unwettereinsätzen. Außerdem mussten sechs ABC-Einsätze abgearbeitet werden: auslaufender Kraftstoff, Gasaustritt, ein undichter Heizöltank und der Brand eines mit Gefahrstoffen beladenen Lkws. Darüber hinaus waren auch zwölf Brandeinsätze zu verzeichnen, darunter fünf Fahrzeugbrände und vier Wohnungsbrände.

Eine weitere Herausforderung stellt die Alarmierungszeit dar. Denn häufig finden Einsätze tagsüber statt, wenn viele Dienstleistende ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Um den Einsatzablauf optimaler gestalten zu können, erfolgt die Alarmierung zusätzlich über eine spezielle Smartphone-App. Eine Vorgehensweise, die sich bewährt habe, so Binder.

Auch in die Ausbildung investieren die Floriansjünger viel Zeit. Neben den monatlichen Hauptübungen wurden mehrere Feuerwehrleute bei externen Schulungen in den Bereichen Gruppenführung, Atemschutz und Maschinistentätigkeit ausgebildet. Außerdem konnten vier neue Feuerwehrleute die modulare Truppausbildung, eine Art Grundausbildung, mit Erfolg abschließen.

Binder bedankte sich für die Unterstützung der Gemeinde und bei allen Mitgliedern für die unzähligen Arbeitsstunden, die in keiner Statistik erfasst sind.

Der Einsatzdienst der Feuerwehren läuft relativ normal weiter – wegen der Corona-Krise natürlich möglichst unter Einhaltung der empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln. So wurde die Feuerwehr am Samstagvormittag ins Gewerbegebiet gerufen. Dort war aus dem Tank eines Miet-Lkws eine größere Menge Dieselkraftstoff ausgetreten. Glücklicherweise war davon noch nichts in die Oberflächenentwässerung gelangt. Die Feuerwehrleute brachten Ölbinder auf und reinigten die Fahrbahn. CHRISTIAN STANGL

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