Gemeinderat Sulzemoos 

Keine Einwände gegen drei Bauvorhaben

Der Gemeinderat von Sulzemoos hat in seiner jüngsten Sitzung für drei Bauangelegenheiten einstimmig seine Zustimmung gegeben.

Sulzemoos – Keinerlei Einwände gab es zu einem Antrag auf Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes der Hofstelle Hofreiter im Sulzemooser Ortsteil Eichenhof. Ein landwirtschaftliches Unternehmen, das dort früher bereits zwei Hallen sowie zwei Unterkunftsgebäude gebaut hatte, möchte auf demselben Gelände entlang der Staatstraße 2054 eine weitere Halle, die zur Beerenzucht genutzt werden soll, errichten.

Bürgermeister Gerhard Hainzinger erklärte, dass die Halle im südlichen Teil des Grundstücks über den Umgriff des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes hinausgeht und daher eine Änderung notwendig ist. Er sprach sich für das Vorhaben aus, betonte aber zugleich, dass dies „kein Freischein“ für den Bau beliebig vieler Hallen ist. Darüber hinaus sei die Errichtung des Gebäudes per Vertrag an die Nutzung gebunden. „Das heißt, wenn der Betrieb eingestellt wird, kann die Gemeinde einen Abriss fordern“, so Hainzinger. Dies gelte für den gesamten vorhabenbezogenen Bebauungsplan und somit für die ganze Hofstelle Hofreiter.

Ebenfalls genehmigt wurde ein Bauantrag auf Nutzungsänderung in Büroräume und Einbau von drei Dachgauben und zwei Dachflächenfenstern an einem Zwischengebäude, das beim Schlossgut Sulzemoos an der Kirchstraße anliegt. Bisher ist dieses Gebäude im Dachbereich noch nicht ausgebaut. Im angrenzenden Gebäude ist eine Firma untergebracht.

Gemeindechef Hainzinger erklärte, dass genügend Stellplätze nachgewiesen werden und empfahl, dem Antrag zuzustimmen. Zudem sieht er dabei einen positiven Nebeneffekt: „Dieses Vorhaben ist für uns von Vorteil, weil wieder neue Arbeitsplätze entstehen, wenn die Räumlichkeiten an ein Unternehmen vermietet werden.“

Keinerlei Probleme sahen die Gemeinderäte auch bei einem Antrag aus dem Ortsteil Wiedenzhausen. Dort möchte der Besitzer einer Hofstelle in der Dorfstraße zu seiner Garage über die Rohrbachstraße gelangen – dabei handelt es sich jedoch um Gemeindegrund.

Gerhard Hainzinger zeigte für den Antrag Verständnis und sprach sich dafür aus: „Ich halte ihn für total sinnvoll und nachvollziehbar.“ Die Kosten für den Unterhalt der Zufahrt sowie alle notwendigen und zukünftigen Änderungen muss allerdings der Antragsteller tragen. Zudem ist die Breite der Zufahrt auf sechs Meter begrenzt.

Christian Stangl

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