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Von der Drehleiter aus mussten die Einsatzkräfte das Dach des Hauses öffnen.

Nächtlicher Großeinsatz für Feuerwehren in Sulzemoos

Feuerwehr musste zum Löschen das Dach öffnen

Ein Brand in einem Wohnhaus in der Schlossallee von Sulzemoos hat in der Nacht zum Montag für einen Feuerwehr-Großeinsatz gesorgt. Mehrere Feuerwehre waren stundenlang im Einsatz. Von der Drehleiter aus mussten die Einsatzkräfte das Dach öffnen. Der Hausbewohner erlitt eine Rauchgasvergiftung.

Sulzemoos – Nach ersten Erkenntnissen war gegen 3 Uhr morgens in einem Sicherungskasten im Erdgeschoss des Einfamilienhauses in der Sulzemooser Schlossallee ein Brand ausgebrochen, der über einen Schacht bis ins Dach gelangen konnte. 

Wie bemerkte der Hauseigentümer das Feuer?

Zum Glück bemerkte der Bewohner den Brand: Er hörte lautes Knacken im Hausflur und nahm Brandgeruch wahr. Beim Sicherungskasten schlugen ihm schon Flammen aus der Wand entgegen. Er versuchte, das Feuer zu löschen. Doch rettete sich dann ins Freie, nachdem seine Löschversuche fehlschlugen. 

Der Hauseigentümer musste mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Feuerwehr konnte er noch rechtzeitig alarmieren. 

Zur Brandbekämpfung mussten die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz den Schacht, Zimmerdecken sowie die Dachverkleidung mit Motorsägen und Brechstangen öffnen. Wegen der heftigen Rauchentwicklung und der aufwendigen Arbeiten wurden mehrere Feuerwehren aus der Umgebung mit Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert. 

Wie öffneten die Feuerwehren das Dach?

Um die versteckten Glutnester im Dachbereich zu erreichen, kam die Drehleiter aus Maisach zum Einsatz. Die Feuerwehrleute öffneten das Ziegeldach vom Korb der Drehleiter aus, mit einem Reißhaken an einer langen Stange und löschten. Nach den mehrstündigen Löscharbeiten blieb eine Brandwache der Feuerwehr Sulzemoos am Brandort zurück.

Wie hoch ist der Sachschaden?

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Sulzemoos, Wiedenzhausen, Odelzhausen, Lauterbach, Sittenbach, Pfaffenhofen, Eisenhofen und Maisach. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 300 000 Euro. Die Brandursache sei mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen technischen Defekt entstanden, so die Kripo Fürstenfeldbruck.

Von Christian Stangl

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