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Feierlicher Abschied: Silvia Obermair, die Leiterin der Kindergärten geht in den Ruhestand

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Silvia Obermair (sitzend links) wird im Kreis der Kiga-Kinder verabschiedet; warme Worte gab es von Bürgermeister Johannes Kneidl.
Silvia Obermair (sitzend links) wird im Kreis der Kiga-Kinder verabschiedet; warme Worte gab es von Bürgermeister Johannes Kneidl. © mw

Nicht nur die Kinder werden sie vermissen: Die Leiterin der Kindergärten in der Gemeinde Sulzemoos, Silvia Obermair, wurde feierlich verabschiedet.

Einsbach – Es war das erste Sommerfest für viele Kindergartenkinder „Unterm Regenbogen“ die nun schon seit drei Jahren regelmäßig jeden Tag dort die Eingangstüre passieren. Corona war der Dieb gewesen, der ihnen dieses Vergnügen geraubt hatte. Aber in diesem Jahr sollte es anders sein.

Es würde das letzte Sommerfest für die Leiterin aller Kindergärten der Gemeinde Sulzemoos werden, und es sollte auf alle Fälle stattfinden und in ihrem Zeichen stehen. Denn Silvia Obermair geht in den wohlverdienten Vorruhestand. Am Ende ihrer Sulzemooser Zeit, die 1999 im Kindergarten im Feuerwehrhaus in Einsbach begann, war sie dann 25 Jahre für die Gemeinde tätig, hat mit zwei Bürgermeistern zusammen gearbeitet und viele gute Anregungen eingebracht.

Feierliche Abschiedsfeier

Eigentlich hat sie bis auf den Wiedenzhausener alle drei neuen Kindergarteneinrichtungen mit geplant und vor allem aufgebaut. So wohlverdient der Ruhestand auch sein mag und alles „seine Zeit hat“, wie sie selber sagt, so konnte sie beim besten Willen nicht verbergen, wie arg sie dieser Abschied aber auch schmerzte. Ihr ganzes Herzblut hat sie nämlich in „ihre“ Kindergärten gesteckt.

Bürgermeister Johannes Kneidl wusste dies sehr wohl zu schätzen und würdigte das Engagement von Silvia Obermair gebührend. Als er sie am Ende seiner Laudatio dann in den Arm nahm, um sich zu verabschieden, musste die allseits beliebte Kindergartenleiterin gegen ihre Tränen ankämpfen. Schon als alle zuvor sangen: „Da ist ein Regenbogen, Regenbogen, und der schaut auf dich“ und die Kinder ihr dann aus verschiedenfarbigen Tüchern einen bunten Regenbogen legten, hatte Silvia Obermair „nahe am Wasser gebaut“.

Bürgermeister würdigt ihr Engagement

Gewundert hat das eigentlich niemand, denn für Silvia Obermair hat in erster Linie immer das Menschliche gezählt. So kamen sie oder ihre Mitarbeiterinnen mitunter früher in den Kindergarten, weil ein Elternpaar wegen der Öffnungszeit sonst in große Schwierigkeiten gekommen wäre. Viele Freundschaften sind dabei entstanden, vor allem mit den Kindern, die heute längst schon erwachsen sind. Und so einige hat sie davon sogar noch unter ihre Fittiche genommen, als diese ebenfalls den Beruf der Kindergärtnerin erlernen wollten. Silvia Obermair hatte immer ein offenes Ohr für jegliche Belange. Das haben die Kinder, die Erwachsenen und ihre Mitarbeiterinnen gespürt. Und vor allem, dass sie es immer ehrlich mit ihnen gemeint hat.

Von ihren Schützlingen gab es zum Schluss auch noch ein paar gute Ratschläge: „Der Abschied ist nicht das Schlimmste auf der Welt, dass wir uns wiedersehn, das zählt“, oder „Wenn du uns vermisst, denke immer daran, wie sehr wir dir jeden Tag auf die Nerven gegangen sind“. Ein Kind meinte: „Weine nicht, weil es vorüber ist, sondern lächle weil es so schön war“.

Kindergartenleiterin bedankt sich

Schließlich bedankte sich die Kindergartenleiterin bei all ihren Mitarbeiterinnen aus Einsbach für die gute Zusammenarbeit. „Es freut mich“, sagte sie mit einem Lächeln im Gesicht, „dass ich so eine tolle Nachfolgerin hab, die Marina. Da kann ich mich ganz ruhig – aber auch traurig verabschieden, denn ich weiß, es läuft wieder gut weiter“.

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